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260.000 Euro für innovative Kinder- und Jugendprojekte in Stuttgart

11.11.2014 Kinder/Jugend
Stuttgart hat mit dem Projektmittelfonds "Zukunft der Jugend" eine besondere Möglichkeit in der Jugendförderung. Bereits seit 1999 werden auf diesem Weg kleinere und größere Projekte von und für Jugendliche ermöglicht. Eine jährliche Ausschreibung hält jugendrelevante Themenschwerpunkte bereit, an die Einrichtungen oder auch Jugendliche selbst mit ihren Ideen anknüpfen können.

13 Projekte werden gefördert

Die Entscheidung zur Vergabe der Mittel aus dem Projektmittelfonds "Zukunft der Jugend" ist jetzt gefallen. In diesem Jahr sind es 13 Projekte, die den Vergabeausschuss des Projektmittelfonds "Zukunft der Jugend" überzeugt haben. Der zur Verfügung stehende Geldbetrag in Höhe von 260.000 Euro wurde damit voll ausgeschöpft. Das Gremium, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates und des Jugendamtes, bewilligte Projekte, die Jugendlichen einen neuen Umgang mit Differenz und Vielfalt eröffnen, Projekte im Bereich der Gesundheitsförderung, der Medienkompetenz sowie der Förderung von Partizipation.

Die Themen der eingereichten Anträge sind auch immer ein Gradanzeiger aktueller Problemlagen oder Handlungsfelder in der Stuttgarter Kinder- und Jugendarbeit. So reagieren Projektträger wie die Stiftung Geißstraße 7 oder der Stadtjugendring auf den zunehmenden Bedarf an Unterstützung für junge Flüchtlinge. Durch die Projektförderung kann die Stiftung nun ihr Angebot "Fahrräder für Flüchtlinge" mit Radtouren und gemeinsamen Fahrrad-Reparaturen erweitern.

Flüchtlinge soll Einstieg in die neue Heimat erleichtert werden

Der Stadtjugendring erleichtert mit dem Projekt "Get together" Flüchtlingen den Einstieg in die neue Heimat, indem diese von ehrenamtlichen Jugendlichen zu Sportvereinen und Stuttgarter Freizeitangeboten begleitet werden und damit Hemmschwellen auf beiden Seiten abgebaut werden können.

Inklusion von behinderten Kinder und Jugendlichen

Weiterhin aktuell ist für Projektträger die Inklusion behinderter Kinder und Jugendlicher. So reichte das Jugendhaus Möhringen das überzeugende Projekt "Zauberköche" ein, in dem ein stadtteilorientierter inklusiver Kochkurs für Senioren, Stammbesucher des Jugendhauses und Besucherinnen des Behindertenzentrums im Mittelpunkt steht.

Im Projekt "Radautonomie" schaffen gemeinsame Radtouren und Fahrdienste mit Lastenrädern Begegnungsmöglichkeiten für behinderte und nicht behinderte Jugendliche auf Augenhöhe. Die Freie Evangelische Schule sowie die Schule für Körperbehinderte konnten den Vergabeausschuss mit ihrem Projekt aufgrund eines stimmigen Bildungskonzeptes und der generationenübergreifenden Sozialraumorientierung überzeugen.

Auch der Gemeinschaftserlebnis Sport e.V., in Kooperation mit dem Württembergischen Behindertensportverband, kann sich über einen Zuschuss durch den Projektmittelfonds freuen. Behinderte und nicht behinderte Kinder erleben hier gemeinsam Sport und lernen im spielerischen Austausch die Stärken des Gegenübers kennen.

Stichtag für eingehende Projekte ist der 15. März

Projektträger, die im nächsten Jahr ihre Ideen einreichen wollen, müssen nicht mehr so lange auf ihren Bewilligungsbescheid warten. Um den Projektstart an das jeweilige Schuljahr anzupassen, wurde einer Verschiebung des zeitlichen Verfahrens zugestimmt. Damit ist künftig der neue Stichtag für eingehende Projekte der 15. März. Die Entscheidung zur Förderung wird dann mit dem Jugendhilfeausschuss und dem Verwaltungsausschuss im Juli gefällt. Ein Projektstart ist damit Anfang August möglich.

Weitere Informationen sowie Unterlagen des Projektmittelfonds unter www.stuttgart.de/projektmittelfonds.