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Historischer Fußweg in Heslach saniert

11.11.2014 Verkehr/Mobilität

Der Leiter des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung, Dr. Detlef Kron, hat am Dienstag, 11. November, um 16 Uhr die umgestaltete Afternhaldenstraße eröffnet.


Die historische Fußwegeverbindung wurde im Rahmen der Sanierung Stuttgart 22-Heslach umgestaltet. Der Weg sowie das Gelände zwischen Heslach und den Hanglagen des Gebelsbergs, die aus Stuttgarter Sicht hinter der Karlshöhe liegen und deshalb "Aftern"-halde, also Halde hinter der Karlshöhe heißen, waren im Laufe der Jahre zugewachsen und wurden nun als Erholungsraum zurückgewonnen.

Die Grundstücke im unteren Bereich wurden Anfang dieses Jahres mit einem Bodenordnungsverfahren dem Stuttgarter Modell folgend neu geordnet und für alle Eigentümer günstiger zugeschnitten. Die Afternhaldenstraße wurde verbreitert, etwas nach Westen verlegt und besser an den kleinen Straßenplatz Ecke Böblinger- und Hasenstraße angebunden. Die dort ansässige Brauerei hat nun eine breitere Einfahrt und das gegenüberliegende fast 140 Jahre alte Wohnhaus eine bessere Zufahrt zum Hof. Drei neu gepflanzte Zierobstbäume, seitliche Grünstreifen und Sitzgelegenheiten markieren nun den Abzweig des Verbindungsweges zu den höheren Hanglagen. Neu ist auch der direkte Anschluss an die Schulzengasse im Bereich der privaten Stellplätze, die reduziert wurden.

Der mittlere Bereich der Afternhaldenstraße ist behutsam wiederhergestellt worden: Das Travertinpflaster wurde erneuert und ist wieder gut begehbar, die Naturstein-Trockenmauer wurde ganz neu aufgesetzt. Auch ein Fundstück der Kanalbaugrube wurde eingearbeitet und dient jetzt als Bänkchen.

Der ganz neu gestaltete obere Bereich bietet einen freien Blick ins Heslacher Tal. Dort finden sich weitere Sitzmöglichkeiten sowie eine Vielzahl ortstypischer Gehölze und Pflanzen. Mit der Umgestaltung ist so eine Mischung aus Garten- und Weinberglandschaft entstanden. Bei Nacht gewährleistet die verstärkte Beleuchtung mehr Sicherheit.

Die Kosten für die Neugestaltung des zirka tausend Quadratmeter großen Areals liegen bei rund 370.000 Euro, 220.000 Euro davon sind Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Sanierungs- und Entwicklungsprogramm. Die Umgestaltung wurde vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung in Zusammenarbeit mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie dem Tiefbauamt realisiert.