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Bürgermeister Hahn hat Umweltpreis 2014 überreicht

25.11.2014 Umwelt
Matthias Hahn, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, hat am Dienstag, 25. November, im Stuttgarter Rathaus die Preisträger des Umwelt-Preises 2014 ausgezeichnet.

Wenn ein gebrauchtes Produkt eine neue, hochwertige Verwendung findet, dann ist von Upcycling die Rede. Das Amt für Umweltschutz hatte dazu den Umwelt-Preis 2014 ausgeschrieben. "Beeindruckend ist die originelle Kreativität und hervorragende handwerkliche Umsetzung", sagte Bürgermeister Hahn.

Jury-Preis und Publikumspreis

Ein Preisgericht unter Vorsitz von Stadtrat Fritz Currle vergab die Jury-Preise, die der Ausschuss für Umwelt und Technik am 11. November 2014 bestätigte. Zusätzlich konnten die Nutzer der städtischen Internetseite www.stuttgart.de und des städtischen Facebook-Auftritts www.facebook.com/stadt.stuttgart sowie die Leserinnen und Leser des Stuttgarter Amtsblatts einen Publikumspreis vergeben.

Die Preisträger der Jury-Preise sind in der Kategorie "Erwachsene":

  • 1. Preis: Alice Therese Gottschalk, die aus Küchenutensilien  Marionetten gefertigt hat (1000 Euro);
  • 2. Preis: Maria Kiermasch für den Bau einer Komposttoilette aus Altholz (500 Euro);
  • 3. Preis: Verena Spatz für ihre Flyer-Books aus Altpapier (250 Euro); Anerkennungen gab es für Susann Tonne für eine Radkappen-Lampe und Kim Albert für Tischdekoration aus Besteck (je 100 Euro).
 
In der Kategorie "Schulklassen I":
  • 1. Preis: Schickhardt-Gymnasium Klasse 11 für Hocker aus alten Landkarten (1000 Euro);
  • 2. Preis: Fashion & Design Factory für Bekleidungsschmuck (500 Euro).
     

In der Kategorie "Schulklassen II":

  • 1. Preis Holzwerkstatt Friedrich Eugens Gymnasium für Holzspielzeuge (750 Euro);
  • 2.  Preis: Schickhardt-Gymnasium für diverse Gegenstände (500 Euro);
  • 3. Preis: Gustav-Werner-Schule für eine Nespresso-Tasche (250 Euro).
     

In der Kategorie "Kinder":

  • 1. Preis: Maya Loges für eine Hängematte aus alten Fahrradschläuchen (300 Euro);
  • 2. Preis: Roman Kühn für einen Kerzenständer (200 Euro);
  • 3. Preis: Viola Riethdorf für einen Accessoirehalter (100 Euro).
 

Die Preisträger des Publikumspreises sind:

  • 1. Preis: Maya Loges mit der Hängematte aus Radschläuchen (250 Euro);
  • 2. Preis: Alice Therese Gottschalk mit ihren Marionetten (150 Euro);
  • 3. Preis: Fashion&Design Factory mit ihren Schmuckstücken (100 Euro).


Was ist Upcycling?

Upcycling bedeutet, dass ein gebrauchtes Produkt bearbeitet und in anderer Funktion wiederverwendet wird, beispielsweise Taschen aus Verpackungen oder Lampen aus CDs. Kinder und Erwachsene konnten basteln, nähen, löten, schweißen und mehr. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb war, dass das "Upcycling-Produkt" selbst hergestellt wurde. So wie Recycling ist Upcycling eine Art der Müllvermeidung. Beim Upcycling wird "Abfall" als Material für neue Produkte verwendet.

Dass Upcycling Umweltschutz ist, erläuterte ausführlich Martin Kneisel, Referatsleiter "Kommunale Abfallwirtschaft, Abfalltechnik", vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Baden-Württemberg bei der Preisverleihung. Im Gegensatz zu Recycling ist ein geringerer Energieaufwand nötig, um Neues zu schaffen.

Die Ausstellung mit den Arbeiten der Preisträger ist im dritten Obergeschoss des Rathauses vom 25. November bis 6. Januar zu sehen.

30 Jahre Umweltpreis

Seit 1984 verleiht die Landeshauptstadt Stuttgart einen Umweltpreis. Die Prämierung von aktivem Tun soll zum Umweltschutz motivieren. 2014 haben 63 Bewerber insgesamt 187 Bewerbungen eingeschickt. Fachleute des Amts für Umweltschutz sichteten die Arbeiten und trafen eine Vorauswahl. Anschließend erfolgte die Bewertung durch das Preisgericht. Dabei wurden vor allem die Faktoren Originalität, Ausführung, Nutzen und Funktion sowie Ästhetik berücksichtigt.