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Oberbürgermeister Fritz Kuhn überreicht das Bundesverdienstkreuz an Anton Dietenmeier und die Verdienstmedaille an Brigitte Hahn

02.12.2014 Ehrungen

Bundespräsident Joachim Gauck hat auf Vorschlag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Anton Dietenmeier und die Verdienstmedaille des Verdienstordens an Brigitte Hahn in Würdigung ihrer Verdienste um das Gemeinwohl verliehen. Die Auszeichnung hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Dienstag, 2. Dezember, im Großen Sitzungssaal des Rathauses überreicht.


Anton Dietenmeier wurde 1934 in Stuttgart geboren und arbeitete bis zu seinem Vorruhestand 1990 als Diplom-Wirtschaftsingenieur. Seit Ende der 80er-Jahre hat sich Dietenmeier für die Belange behinderter Menschen und deren Angehöriger eingesetzt. Zunächst kümmerte er sich intensiv um einen Familienangehörigen, der in einer Wohneinrichtung der Sankt-Gallushilfe der Stiftung Liebenau lebte. Dietenmeier war dort stellvertretender Vorsitzender des Angehörigenbeirates, ist Mitglied im Freundeskreis und engagiert sich für die Diözesenarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen in Caritaseinrichtungen der Behindertenhilfe (DACB). 1998 gründete er zusammen mit anderen Angehörigen die Landesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen in Baden-Württemberg, 2004 übernahm er deren Vorsitz und ist dort bis heute aktiv. Anton Dietenmeier war eine der treibenden Kräfte für die Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Angehörigenvertretungen in Caritas-Einrichtungen der Behindertenhilfe (BACB) 2003. Aus gesundheitlichen Gründen musste er sein Engagement auf Bundesebene einschränken und konzentriert sich seit 2010 auf die Arbeit der Landesvertretung.

Brigitte Hahn erlebte nach Kriegsende 1945 selbst ein Flüchtlingsschicksal. Der eigene Vater starb im gleichen Jahr. Bereits während ihrer beruflichen Tätigkeit an der Sprachheilschule in Waiblingen arbeitete sie intensiv mit sprachgestörten Kindern. Seit zirka 25 Jahren ist Brigitte Hahn ehrenamtlich im Wohnheim Burgstallstraße in Stuttgart tätig, das anfangs als Unterkunft für Spätaussiedler und seit dem Jahr 2000 als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. Seit ihrer Pensionierung und mit dem Einzug der ersten Bewohner und Bewohnerinnen im Jahr 2000 unterstützt sie die Flüchtlingshilfe der Caritas und engagiert sich ehrenamtlich und regelmäßig in der Flüchtlingsunterkunft Burgstallstraße. Regelmäßig bietet sie Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten wie Basteln, Gemeinschaftsspiele oder Malen und Zeichnen an. Gleichzeitig war Hahn auch im Arbeitskreis Asyl in Heslach aktiv, brachte sich mit Ideen ein und nahm an vielen Aktivitäten teil.