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Unterbringung von Flüchtlingen: Stuttgart schafft Raum für weitere 561 Menschen

02.12.2014 Aktuelles

Die Landeshauptstadt Stuttgart will auch künftig Menschen aus Flüchtlingsgebieten angemessen unterbringen. Dazu plant die Stadt die Errichtung weitere Flüchtlingsunterkünfte in Systembauweise. Dabei sollen auch bestehende Einrichtungen erweitert werden.


Oberbürgermeister Fritz Kuhn betonte, ihm sei eine vorausschauende Planung der Unterbringung von Flüchtlingen wichtig. "Wir dürfen nicht vergessen, da kommen Menschen in Not, die wir menschenwürdig unterbringen wollen." Kuhn würdigte das Engagement der Initiativen und Vereine vor Ort, aber auch der Betreiber und Betreuer in den Unterkünften. "All denen, die an dem Willkommen aktiv mitwirken, bin ich als Oberbürgermeister sehr dankbar", so Kuhn.

Die Stadt nutzt dafür zusätzlich zwei eigene Grundstücke und erweitert die Bauten an zwei bestehenden Standorten: Neu hinzukommen werden Areale in Botnang (Ruckenäcker) bzw. in Weilimdorf-Hausen (Steinröhre) mit insgesamt 399 Plätzen. Die Standorte in Möhringen und Feuerbach sollen um insgesamt 162 Plätze erweitert werden.

Für die Errichtung der nun geplanten vier weiteren Systembauten investiert die Stadt insgesamt rund 13,7 Mio. EUR. Hiervon können knapp die Hälfte, 6,45 Mio. Euro, über die im Rahmen der Haushaltsberatungen im Jahr 2015 bereitgestellten zusätzlichen Mittel gedeckt werden. Der Restbetrag in Höhe von 7,2 Mio. EUR wird über die zu erwartenden Mehrerträge aus dem Gesetz zur weiteren Entlastung der Kommunen ab 2015 finanziert.

Die Stadt hatte intensiv geprüft, wo Unterkünfte gebaut werden könnten. Vor dem Hintergrund einer Änderung des Baugesetzbuches wurden dabei auch Gewerbegebiete in die Suche einbezogen. Solche Standorte sind aber nur und unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen und bestimmten Rahmenbedingungen möglich.
 
In Stuttgart sind derzeit 2.515 Personen untergebracht. Ende 2014 sind es voraussichtlich rund 2.800.