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Energieeffiziente Haushaltsgeräte helfen beim Stromsparen

11.12.2014 Umwelt
Laut Statistischem Bundesamt haben sich die Preise für Haushaltsstrom zwischen 2000 und 2014 nahezu verdoppelt.

Wer vor zwölf Jahren bereits ein sehr sparsames Haushaltsgerät gekauft hat, konnte seither von dieser Wahl besonders profitieren. Energiebewusster Gerätekauf und auch die europäische Ökodesign-Richtlinie haben dazu beigetragen, dass zunehmend sparsame Technik in den Handel kam und "Stromfresser" vom Markt verbannt wurden. Darauf macht das Amt für Umweltschutz aufmerksam.

Angesichts hoher Strompreise lohnt es sich auch weiterhin, beim Kauf von Kühlschränken oder Waschmaschinen auf die Verbrauchsangaben zu achten. Denn die Betriebskosten für Strom und Wasser sind im Laufe ihrer Lebensdauer oft höher als die Anschaffungskosten. Man sollte daher nicht zögern, für ein besonders sparsames Gerät etwas mehr Geld auszugeben. Im Handel werden derzeit zirka 4900 verschiedene Geräte angeboten, doch welche sind empfehlenswert?

Viele Großgeräte müssen mit dem EU-Energieverbrauchsetikett gekennzeichnet werden, damit Käufer besser vergleichen können. Die ursprüngliche Kennzeichnung von A bis G wurde auf Grund von verbesserten Geräteeigenschaften um die Klassen "A+", das heißt mäßiger Verbrauch, bis "A+++", das heißt besonders niedriger Verbrauch, erweitert. Bei den meisten Typen sind allerdings kaum noch Geräte der Kennzeichnung A oder schlechter auf dem Markt, weil die Klassen A+ und A einen hohen Verbrauch haben und nicht mehr empfehlenswert sind.

Somit ist die Bewertung "A+++" grundsätzlich für Kühl- und Gefriergeräte, für Waschmaschinen, Spülmaschinen und Wäschetrockner empfehlenswert. Wäschetrockner schaffen als Kombigeräte dagegen nur die Effizienzklasse A. Dank Wärmepumpentechnik können viele Hersteller heute jedoch reine Wäschetrockner mit hoher Effizienz anbieten. Dennoch bleibt die klassische Wäscheleine der Favorit für Sparsamkeit. Die neuen Euro-Label enthalten seit 2011 gerätetypische Zusatzangaben etwa zur Geräuschentwicklung, Waschwirkung, Schleuderleistung und zum Gefriervolumen.

Wer sich für das sparsamste Haushaltsgerät entscheidet, kann im Vergleich zu einem mit mittlerem Verbrauch bei einer Nutzungsdauer von 15 Jahren mehr als 200 Euro Kosten einsparen. Ein älteres Gerät sollte nicht unüberlegt ausgemustert werden, denn die Herstellung des neuen benötigt eine Energiemenge, die mehreren Jahren Energieverbrauch entspricht. So sollte ein altes Kühlgerät erst dann ersetzt werden, wenn das neue mehr als eine halbe Kilowattstunde Strom täglich einspart.

Die Umweltberatung Stuttgart verleiht kostenlos Strommessgeräte, mit denen zum Beispiel der Stromverbrauch eines alten Kühlschranks gemessen werden kann. Vor dem Entleihen sollte durch einen kurzen Anruf bei der Umweltberatung geklärt werden, ob eines der Messgeräte verfügbar ist.

Eine Übersicht über Kühl-, Gefrier- und andere Großgeräte im Haushalt gibt die neue Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2014/2015". Sie liegt kostenlos bei den Bezirksrathäusern und an der Rathausinfothek aus und wird jährlich vom Niedrig-Energie-Institut in Detmold herausgegeben.

Die Broschüre sowie weitere praktische Tipps zum Energiesparen sind auch bei der Umweltberatung sowie unter www.stuttgart.de/umweltberatung erhältlich. Das Umwelttelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 15.30 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 216-88600 erreichbar.

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