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Neues Monatsheft des Statistischen Amts erschienen

22.01.2015 Aktuelles
Der unbereinigte geschlechtsspezifische Lohnunterschied, auch als "Gender Pay Gap" bezeichnet, ist in der Stadtverwaltung mit 8,4 Prozent deutlich kleiner als in der Privatwirtschaft bundesweit, für die das Statistische Bundesamt einen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern von 22 Prozent berechnet hat. Dies zeigt ein Bericht im neuen Monatsheft Nr. 11/2014 des Statistischen Amtes.

Der Hauptbeitrag untersucht Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern in der Stadtverwaltung mit Vergleichen zum gesamten öffentlichen Dienst in Deutschland sowie zur Privatwirtschaft.

Die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern wird über den Vergleich der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern in den Laufbahngruppen berechnet. Es wird auch zwischen Dienstbereichen differenziert, allerdings ohne Bereinigung der durch unterschiedliche Berufe und ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen verursachten Unterschiede.

Obwohl der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern im öffentlichen Dienst und in der Stadtverwaltung gegenüber der freien Wirtschaft insgesamt niedriger ist, sieht der Bericht noch weiteren Handlungsbedarf. Denn ein großes Hindernis auf dem Weg zur Entgeltgleichheit stelle der unterschiedliche Zugang zu Berufen und Betrieben dar.

Die Untersuchung belegt, dass die Einkommenslücke dort besonders groß ist, wo auch die Frauenquote überdurchschnittlich hoch ist, also vor allem in den frauendominierten Berufen des Sozial-, Erziehungs- und Pflegedienstes.     

Ein weiterer Beitrag im neuen Monatsheft beschäftigt sich mit der sogenannten natürlichen Bevölkerungsentwicklung. Er vergleicht die seit den 1950er-Jahren sehr unterschiedliche Entwicklung bei Geburten und Sterbefällen und stellt fest, dass Stuttgart seit rund zehn Jahren einen Geburtenüberschuss verzeichnet.

Das Monatsheft Nr. 11/2014 ist beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Telefon 216-98587, Fax 216-98570 sowie unter www. stuttgart.de/statistik-infosystem oder per E-Mail an komunis@stuttgart.de zum Preis von vier Euro erhältlich.