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Schutz vor Wohnungsbetrug - Neues Faltblatt

22.01.2015 Aktuelles
Immer wieder stoßen Nutzer in Immobilienportalen im Internet auf verlockend billige Wohnungen in idealer Lage: Eine Wohnung in einem top sanierten Jugendstil-Altbau, in der Nähe der Universität, 50 Quadratmeter groß, zwei Zimmer, moderne Kücheninsel, Aufzug und Balkon, für 500 Euro, keine Provision.

Was klingt wie eine Traumwohnung, ist in manchen Fällen eine Masche von Betrügern. Dabei werden teilweise Fotos von Werbezeitschriften benutzt, die mit fiktiven Wohnungsdaten versehen werden. Es werden aber auch Beschreibungen und Exposés von Wohnungen verwendet, die tatsächlich verkauft und vermietet werden.

Auf eine Anfrage erhält der Interessent eine Mail, in der für die Schlüsselübergabe eine Kaution verlangt wird. Diese soll bereits vorab gezahlt werden. Vorgeschlagen werden dann meist Institutionen, bei denen man Bargeld ohne konkreten Personennachweis überweisen kann. Sobald das Geld gezahlt ist, meldet sich der Empfänger nicht mehr und ein Schlüssel wird auch nicht zugesandt.

Häufig sind die Opfer Studierende, da gerade diese auf günstige Angebote angewiesen sind und vor allem vor Semesterbeginn unter Zeitdruck im Internet nach preiswerten Wohnungen Ausschau halten. Die Wohnsituation für Studierende hat sich in Stuttgart durch steigende Mietpreise noch verschärft.

Um diesen Fällen vorzubeugen, wurde nun in einer Kooperation der Stabsstelle Kommunale Kriminalprävention der Stadt Stuttgart, des Polizeipräsidiums Stuttgart, des Landeskriminalamtes sowie des Studierendenwerk Stuttgart eine Informationsbroschüre für die Wohnungssuchenden entwickelt.

In dieser wird über die Gefahren des Wohnungsbetrugs informiert. Es wird aufgezeigt, wie man unseriöse Angebote erkennen kann und auf was man bei der Wohnungssuche achten soll. Außerdem werden Kontaktstellen genannt, an die sich die Wohnungssuchenden wenden können, um weitere Hilfe oder Beratung zu erhalten.

Häufig sind auch Studenten aus dem asiatischen und arabischen Raum gefährdet, da diese in ihren Herkunftsländern wenig Berührung mit derartigen Betrugsformen hatten. Daher wurde der Flyer neben englisch und deutsch auch in chinesischer und arabischer Sprache verfasst.

Für Studierende besonders interessant ist die kostenfreie Rechtsberatung des Studierendenwerk Stuttgart. Nach vorheriger Anmeldung können sich dort alle Studierenden der zwölf Hochschulen, die sich dem Studierendenwerk angeschlossen haben, einmalig kostenlos von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

Die Faltblätter liegen ab sofort in einer ersten Auflage an der Pforte des Rathauses aus. Außerdem können sie elektronisch von der Website der Stadt Stuttgart unter "Kriminalprävention" sowie beim Studierendenwerk Stuttgart unter den Stichworten "Publikationen" und "Wohnen" heruntergeladen werden.