Presse
  •  

Gewerbesteuern: Stuttgart, Ravensburg und WGV besiegeln Vertrag

03.02.2015 Finanzen

Die Landeshauptstadt Stuttgart und Ravensburg haben sich auf die Verteilung der Gewerbesteuern der WGV Holding AG geeinigt und dies am 3. Februar im Stuttgarter Rathaus besiegelt.


Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Ravensburgs Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp und der Vorstandsvorsitzende der WGV, Hans-Joachim Haug, unterzeichneten die entsprechenden Verträge.

OB Kuhn sagte: "Es ist ein guter Ausgleich. Wir setzen damit ein Zeichen, dass sich die kommunale Familie einigen kann und bei Meinungsverschiedenheiten nicht durch alle Instanzen gehen muss." Ravensburgs OB Dr. Rapp betonte: "Es geht keiner als Verlierer aus dieser Einigung hervor. Wichtig ist, dass Ravensburg wieder handlungsfähig wird und es nicht zum befürchteten Stillstand kommt." Der Vorstandsvorsitzende der WGV Hans-Joachim Haug erklärte: "Unser Unternehmen hat nun Rechtssicherheit und wir können erhobenen Hauptes in beide Rathäuser gehen."

Die Gewerbesteuern mussten neugeordnet werden, weil die WGV Holding AG in 2005 ihren Sitz von Stuttgart nach Ravensburg verlegt hatte. Stuttgart erhält für den Zeitraum von 2005 bis 2014 einen Anteil von 44,8 Prozent und für den Zeitraum von 2015 bis 2024 einen Anteil von 55,2 Prozent der Steuern, Ravensburg 55,2 bzw. 44,8 Prozent. Die beiden Gemeinderäte hatten in den letzten Tagen durch ihre Zustimmung die Einigung ermöglicht.

Die Landeshauptstadt erhält für den zurückliegenden Zeitraum eine Steuerzahlung (einschl. Nachzahlungszinsen) von rund 33 Mio. Euro. Für den Zeitraum von 2015 bis 2024 kann die Landeshauptstadt bei gleicher Ertragslage der WGV Zahlungen von rund 36 Mio. Euro erwarten.