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Bürgermeister Wölfle: "Versorgungslücke ist nur im Zusammenspiel zu schließen"

04.02.2015 Aktuelles
"Die Versorgungslücke für ambulante Schwangerschaftsabbrüche ist nur zusammen mit mehreren Akteuren zu schließen. Dies ist nicht allein die Aufgabe der Landeshauptstadt. So sind beispielsweise Immobilienangebote auch des Landes herzlich willkommen", erklärte der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Werner Wölfle, am 4. Februar.

Er reagierte damit auf eine Forderung von Ruth Weckenmann, der ersten Vorsitzenden von pro familia Baden-Württemberg. Sie hatte im SWR Fernsehen die Stadt aufgefordert, "in Vorleistung zu treten" und der Klinik Stapf "stellvertretend für den privaten Immobilienmarkt Räumlichkeiten anzumieten".

Wölfle: Bestehende Kapazitäten ausbauen

Wölfle unterstrich: "Die Schließung der Klinik bedauere ich sehr. Wir haben die Klinik nach Kräften unterstützt. Es ließ sich aber weder auf dem freien Markt noch im städtischen Bestand ein Objekt finden, das den hohen Anforderungen der Nagele Klinikbetriebsgesellschaft mbH entspricht."

Wölfle weiter: "Ich bin zuversichtlich und bereits in konkreten Gesprächen mit den im Raum Stuttgart tätigen Gynäkologen, um das vorhandene Fachwissen in Stuttgart zu halten und bestehende Kapazitäten ausbauen zu können. Im Interesse der betroffenen Frauen ist es wichtig, dass auch künftig ambulante Schwangerschaftsabbrüche in einer geschützten Umgebung möglich sind."

Stadt kommt Verpflichtigungen zur Hilfe und Versorgung nach

Der Bürgermeister betonte, dass die Stadt ihrer gesetzlichen Verpflichtung der stationären Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen wie bisher uneingeschränkt nachkomme.

Das Mietverhältnis mit der Klinik Stapf wurde mehrfach verlängert, endete jetzt aber auf Grund des Umbaus des Gebäudes.