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Jury entscheidet im Planungswettbewerb Stöckach

02.03.2015 Stadtplanung
Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, hat am 2. März das Ergebnis der Preisgerichtssitzung zum Planungswettbewerb Am Stöckach, Stadtbezirk Stuttgart-Ost, vorgestellt.

Zwei zweite Plätze und Anerkennung

In ihrer Sitzung vom 27. Februar hat die Jury unter dem Vorsitz von Professor Cornelia Bott keinen ersten, sondern zwei zweite Plätze vergeben.

Diese gingen an die Stuttgarter Büros harris + kurrle architekten bda in Arbeitsgemeinschaft mit Jetter Landschaftsarchitekten sowie ISA Internationales Stadtbauatelier und -grüne Welle in Arbeitsgemeinschaft mit Johannes Jörg, freier Landschaftsarchitekt. Es folgt auf Platz drei die Arbeitsgemeinschaft SBA GmbH und Adler und Olesch, Landschaftsarchitekten. Now here Architekten/Designer Karl Amann, Henning Volpp, Bastian Stich erhielten eine Anerkennung.

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So stellen sich die Architekten Harris und Kurrle den zukünftigen Stöckachplatz vor. Grafik: Harris und Kurrle

Umgestaltung des zentralen Stöckachplatzes

Thema des Wettbewerbs war, den zentralen Stöckachplatz umzugestalten sowie das anliegende Grundstück der Hauswirtschaftlichen Schule neu zu bebauen und zu gestalten. Das Planungsareal liegt im Sanierungsgebiet Stuttgart 29 - Teilbereich Stöckach - und soll als neue Mitte identitätsstiftend und aufwertend für den Stadtteil wirken.

Das Preisgericht empfahl, die weitere Planung mit den Beiträgen der beiden Sieger durchzuführen. Es forderte jedoch eine Überarbeitung der Entwürfe, die dann in einer weiteren Sitzung beurteilt werden sollen. Voraussichtlich im Mai 2015 wird endgültig entschieden.

Visualisierung Gestaltung Stöckachplatz Architekten ISA Internationales StadtbauatelierVergrößern
Der Entwurf des Internationalen Stadtbauateliers ISA für den Stöckachplatz. Grafik: ISA

Integration der Neubauten in Stadtraum und grünen Hang

Den Entwurf von Harris und Kurrle beurteilte die Jury unter anderem so: Dies sei ein "hochwertiger Beitrag, vor allem in der guten Qualität der städtebaulichen Integration seiner Neubauten in den Stadtraum und den für Stuttgart charakteristischen grünen Hang." Den Entwurf von ISA lobte die Jury für seinen "überzeugenden Beitrag zur künftigen Entwicklung des Stöckacher Quartiers und zur vielfältigen Nutzung und Belebung des Platzes."

18 Teilnehmer beim Planungswettbewerb

Die Stadt Stuttgart hat den nichtoffenen Planungswettbewerb im Oktober 2014 ausgelobt und insgesamt 18 Teilnehmer zur Abgabe von Arbeiten aufgefordert. Davon waren sechs vorab und zwölf in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren ausgewählt worden.

Gefordert war in einem Pflicht- und Realisierungsteil von insgesamt 0,7 Hektar die Entwicklung eines umsetzungsfähigen, gestalterischen und funktionalen Konzepts für die öffentliche Fläche Stöckachplatz. Außerdem sollte eine städtebauliche Neuordnung für das Grundstück der sich verlagernden Hauswirtschaftlichen Schule geplant werden.

Öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Als neue Nutzung soll hier ein lebendiges Miteinander von sozialen Einrichtungen, kleinteiligem Handel und Gewerbe sowie Wohnen entstehen. Ein  späterer, vertiefender Architektenwettbewerb ist für dieses Areal vorgesehen. Ausgeschrieben war außerdem, für weitere 1,5 Hektar des anschließenden öffentlichen Bereichs Ideen zu entwickeln.

Alle Wettbewerbsarbeiten werden vom 3. bis zum 13. März in den Räumlichkeiten des ehemaligen evangelischen Gemeindezentrums, Faulleder-/Ecke Krämerstraße in Stuttgart-Ost, öffentlich ausgestellt. Sie können dort werktags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden.