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Bürgermeister Wölfle zu Berichten über ambulante Schwangerschaftsabbrüche: "Versorgung sehen wir als abgesichert"

05.03.2015 Gesundheit

"Wir bedauern die Schließung der Klinik Stapf, halten aber fest, dass es keinen Versorgungsengpass für ambulante Schwangerschaftsabbrüche in Stuttgart gibt", erklärte der Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Werner Wölfle, am 5. März.


Er reagierte damit auf Berichte, wonach sich die Stadt Stuttgart nicht um ein neues Angebot für ambulante Schwangerschaftsabbrüche bemühe. Die "Klinik Stapf" der Nagele Klinikbetriebsgesellschaft mbH hatte den Betrieb im Februar eingestellt.

Wölfle weiter: "Auch aus Sicht der Ärzteschaft ist die Versorgung von Frauen, die einen ambulanten Schwangerschaftsabbruch anstreben, weiterhin abgesichert. Die in Stuttgart und der Region Schwangerschaftsabbrüche durchführenden Praxen und Praxiskliniken haben uns versichert, dass kein Kapazitätsproblem besteht." Sowohl nach der Beratungsregelung als auch bei medizinischer Indikation sei ein ambulanter Abbruch unter Narkose ohne Terminprobleme möglich.

Wölfle: "Werden Situation im Auge behalten"

Wölfle weist zudem auf eine Einrichtung in Ludwigsburg hin, die ihr Angebot bereits ausgebaut habe. "Die seit vielen Jahren in Ludwigsburg ansässige Schwerpunktpraxis genießt einen sehr guten Ruf und bietet eine qualitativ hochwertige Betreuung", so Wölfle weiter.

Der Bürgermeister betonte zudem, dass die Stadt ihre gesetzliche Verpflichtung der stationären Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen erfülle. "Eine von uns initiierte Schwerpunktpraxis würde in das Geschäftsfeld der ambulanten Versorgung wettbewerbsverzerrend eingreifen", so Wölfle abschließend.