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Ferienlerncamp im Hallschlag für Kinder mit Sprach- und Lernschwierigkeiten

25.03.2015 Kinder/Jugend
Die lokalen Bildungsakteure am Modellstandort Hallschlag der Bildungsregion Stuttgart haben ein einwöchiges Ferienlerncamp für Kinder mit Lernschwierigkeiten entwickelt.

Stefanie Ender und Michael Benda vom Bildungsbüro der Abteilung Bildungspartnerschaft sowie Helena Trambale, Waldorfpädagogin von der Interkulturellen Bildungsinitiative (IBIS), haben das Projekt, das von der Stiftung Kinderland gefördert wird, am 1. April im Nachbarschafts-Treff Hallschlag vorgestellt.

Spielerisch lernen und Sprachkompetenz ausbauen

Spielerisches Lernen steht beim Ferienlerncamp im Hallschlag im Mittelpunkt. Während der ersten Osterferien-Woche können dort Kinder in einem freiwilligen Programm ihre Sprachkompetenz ausbauen. "Die Idee dabei ist, den Kindern die Lerninhalte mit Spaß und Kreativität zu vermitteln", sagt Projektleiterin Stefanie Ender. Das Ferienlerncamp wird speziell für Kinder angeboten, die die Altenburgschule und die Carl-Benz-Schule sowie die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe besuchen als auch die Unterstützung der Beratungsstellen des Jugendamts in Anspruch nehmen.

Die Kinder kommen aus sozial und finanziell benachteiligten Familien, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können. Das Projekt ist im Rahmen des Programms Bildungsregion Stuttgart unter Federführung der Abteilung Bildungspartnerschaft entstanden.

Kreativität, Spiel und Musik

Der Stadtteil Hallschlag ist neben den Stadtbezirken Nord, Untertürkheim und Wangen Modellstandort der Bildungsregion.

Ein wichtiger Partner ist die Interkulturelle Bildungs-Initiative (IBIS), die im Hallschlag eine Waldorf-Kindertagesstätte betreibt und in Bad Cannstatt eine interkulturelle Waldorfschule mit besonderer pädagogischer Prägung gründen will. Ein Konzeptteam von fünf Waldorf-Pädagogen ist federführend für den Lernteil am Vormittag zuständig. Mit Geschichten aus dem Alltag sowie kreativen, spielerischen und musischen Angeboten sollen die Kinder an fünf Lernstationen zum Sprechen angeregt werden und eine Woche intensiv die deutsche Sprache üben.

Gemeinschaftsprojekt für benachteiligte Kinder

Gleichzeitig unterstützen angehende Lehrer und Lehrerinnen der Pädagogischen Hochschule sowie ehrenamtliche Betreuungskräfte aus dem Stadtteil das Projekt, indem sie die einzelnen Stationen betreuen und die Kinder begleiten. "Das ist ein tolles Projekt, bei dem staatliche Pädagogen mit Waldorfpädagogen zusammenarbeiten und  jedes einzelne Kind im Vordergrund steht", hebt Waldorf-Pädagogin Helena Hölzgen hervor.

Die Nachmittage gestalten der Abenteuerspielplatz Mauga-Nescht und das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag mit einem erlebnispädagogischen Programm. Themen wie Natur und Umwelt, Medien sowie Sport und Bewegung stehen im Mittelpunkt.

Aufbau von Bildungsregionen

Das Land fördert seit September 2009 aus Mitteln der Qualitätsoffensive Bildung den landesweiten Aufbau von Bildungsregionen. Die Abteilung Bildungspartnerschaft setzt das Programm als Bildungsbüro für Stuttgart um. An den Standorten der Bildungsregion soll modellhaft gezeigt werden, wie lokale Bildungsverbünde gemeinsam Verantwortung übernehmen können, um Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine zukunftsweisende Bildungsbiografie zu ermöglichen.

Im Hallschlag treffen sich die lokalen Bildungsakteure regelmäßig in der Themengruppe Bildung, die vom Stadtteilmanagement und der Abteilung Bildungspartnerschaft gemeinsam moderiert wird.

Kontakt

Abteilung Bildungspartnerschaft: Stefanie Ender, Telefon 216-98531, E-Mail stefanie.ender@stuttgart.de und Michael Benda, Telefon 216-98530, E-Mail michael.benda@stuttgart.de.