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Beteiligungsportal der Landeshauptstadt freigeschaltet

13.04.2015 Bürgerengagement

OB Kuhn: "Expertenwissen der Bürger aufnehmen" - Bürgermeister Wölfle: "Zentraler Ort für Onlinebeteiligung" - Start mit Beteiligungsverfahren zum Stuttgarter Nahverkehrsplan

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Montag, 13. April, ihr neues Beteiligungsportal freigeschaltet: Auf www.stuttgart-meine-stadt.de können sich Bürgerinnen und Bürger an Projekten in der Stadt mit ihren Ideen, Anmerkungen und Wünschen beteiligen, über Termine informieren oder Ergebnisse abgeschlossener Projekte einsehen. Das Portal geht mit einem großen Projekt an den Start, das viele Menschen betrifft, die in Stuttgart leben: dem Stuttgarter Nahverkehrsplan. Vom 13. bis 27. April können sich die Nutzerinnen und Nutzer mit ihren Vorschlägen einbringen.

Ideen der Bürger gefragt


"Die kommunale Politik profitiert von den Ideen der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind die Experten des Alltags. Eine Stadtdemokratie muss atmen und dieses Expertenwissen aufnehmen", sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn anlässlich der Freischaltung. "Vor Beginn der Bürgerbeteiligung muss man das Spielfeld und die Regeln aber genau beschreiben, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden", so Kuhn weiter.

"Mit dem Beteiligungsportal schaffen wir einen zentralen Ort für die Projekte, in die sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter mit ihren Vorschlägen und Wünschen online einbringen können", erklärte Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle die Idee, die hinter dem Portal steckt. "Damit möchten wir allen die Möglichkeit geben, sich an der Entwicklung unserer Stadt zu beteiligen und sich über Projekte und Termine zu informieren", betonte Wölfle.

Impulsgeber für kommunale Entscheidungsträger

Die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger sollen zur Online-Partizipation motiviert werden. Ziel der Landeshauptstadt Stuttgart ist es, die Menschen, die hier leben, möglichst frühzeitig in Projekte einzubinden und die Prozesse transparent zu gestalten.

Dabei geht es in erster Linie darum, in einen Dialog zu treten, ein Meinungsbild zu erhalten, Probleme frühzeitig zu erkennen und das Know-how der Stuttgarterinnen und Stuttgarter in die Projekte einfließen zu lassen. Die Ergebnisse jedes Projekts werden auf dem Beteiligungsportal
Stuttgart- meine Stadt veröffentlicht. Sie haben zwar keinen bindenden Charakter, sind aber für die kommunalen Entscheidungsträger wichtige Impulsgeber.

Start mit dem Nahverkehrsplan

Das Portal geht mit einem großen Projekt an den Start, das viele Menschen betrifft: dem Stuttgarter Nahverkehrsplan. In ihm wird festgelegt, wie sich der Nahverkehr in der Landeshauptstadt entwickeln soll. Die Erstellung des Nahverkehrsplans ist eine gesetzliche Vorgabe, die alle fünf Jahre erfolgen muss.

Zum ersten Mal können sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter vom 13. bis 27. April mit ihren Ideen zu Haltestellen, Fahrplänen und Linienführung am Nahverkehrsplan beteiligen: entweder online auf dem Beteiligungsportal Stuttgart - meine Stadt oder schriftlich mit einem Faltblatt (PDF), das an der Infothek im Rathaus, in den Bezirksämtern und Bürgerbüros, in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz und in den Stadtteilbüchereien sowie am Treffpunkt Rotebühlplatz ausliegt.

Die Ergebnisse finden Eingang in die Vorschlagsliste zum Nahverkehrsplan und können auf dem Portal eingesehen werden. Später wird in den Bezirksbeiratssitzungen über den Nahverkehrsplan diskutiert, bevor er vom Gemeinderat beraten und verabschiedet wird.

Viele Projekte und Termine im Portal veröffentlicht

Darüber hinaus können sich die Nutzer noch an weiteren Projekten beteiligen. Einwohnerinnen und Einwohner von Weilimdorf können z.B. auf dem Beteiligungsportal festlegen, welche Themen auf ihrer nächsten Bürgerversammlung am 18. Mai besprochen werden sollen.

Alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter können auf einer interaktiven Karte ihre Lieblingsorte in der Landeshauptstadt markieren und Fotos hochladen. Ausdrücklich erwünscht ist Feedback zum Beteiligungsportal Stuttgart - meine Stadt.

Neben Terminen zu vor-Ort-Veranstaltungen finden die Besucher des Portals auch Hintergrundinformationen zu Projekten. Auf der Startseite gibt es im "Stimmungsbarometer" in regelmäßigen Abständen eine Umfrage zu unterschiedlichen Themen, und auch die "Gelbe Karte" ist präsent. Die Nutzer können ihre Ideen, Wünsche und Anmerkungen direkt in der Servicebox "Idee einreichen" auf dem Portal eintragen und absenden. Die Vorschläge gehen beim Gelbe-Karten-Team ein und werden per E-Mail beantwortet.

So funktioniert das Portal

Jeder Besucher von Stuttgart - meine Stadt kann sich über Projekte und Termine informieren, ohne dass er sich am Beteiligungsportal anmelden muss. Auf der Startseite befindet sich in der blauen Servicebox eine Stadtbezirkskarte von Stuttgart mit der Überschrift "Projekte und Termine in Ihrem Stadtbezirk". Dem Nutzer stehen verschiedene Filtermöglichkeiten zur Verfügung, mit denen er nach Projekten und Terminen suchen kann. Im Menüpunkt "Ergebnisse ansehen" finden sich auch die abgeschlossenen Projekte. Das Portal ist für mobile Endgeräte optimiert.

Möchten sich die Nutzer mit ihren Ideen in Projekte einbringen, bei denen eine Onlinebeteiligung möglich ist, müssen sie sich einmalig auf der Plattform registrieren. Je nach Projekt gibt es dann auf dem Portal für die Nutzer verschiedene Möglichkeiten, sich zu beteiligen: In Umfragen beantworten sie konkrete Fragen.

In Diskussionsforen haben sie die Möglichkeit, Projekte mit eigenen Ideen zu unterstützen und können Fotos und Dokumente hochladen. In einer interaktiven Karte lassen sich konkrete Orte mit Pins markieren. Die Nutzer können Ihre Ideen untereinander kommentieren und bewerten. Alle Beiträge werden von einem Moderationsteam gelesen, freigeschaltet und beantwortet.

 

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