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Broschüre zu Gewalt in Beziehungen erschienen

14.04.2015 Soziales
Die Stabsabteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern hat in Verbindung mit der Abteilung Kommunikation eine Broschüre zum Thema Gewalt in Ehe- und Partnerschaftsbeziehungen veröffentlicht.

Sie trägt den Titel: "Häusliche Gewalt ist nicht ok! Hinschauen - Erkennen - Handeln: Wir alle können etwas tun".

Häusliche Gewalt unabhängig von Kultur und sozialer Schicht

Häusliche Gewalt findet in allen Kulturen und Gesellschaftsschichten statt. Einer Studie des Bundesfamilienministeriums von 2004 zufolge wurde jede vierte Frau in ihrem Leben einmal Opfer von Gewalt durch den Partner. Schätzungen gehen davon aus, dass Kinder und Jugendliche in zehn- bis 30 Prozent aller Familien erleben, dass einer ihrer Eltern Gewalt anwendet. In Stuttgart wären dies zwischen 5.500 und 16.500 Familien.

Tabuthema ist keine Privatangelegenheit

Doch noch immer ist häusliche Gewalt in der Gesellschaft ein Tabuthema und wird nach Möglichkeit geheim gehalten und als Privatangelegenheit abgetan. Man schaut weg, hört nicht hin oder nimmt das Thema nicht ernst. Entsprechende Hilfsangebote sind noch zu wenig bekannt und erreichen deshalb nur einen kleinen Teil der betroffenen Opfer und Täter.

Hilfsangebote für Opfer und Täter

Die neue Broschüre will dies ändern. Gut verständlich und reich illustriert wird erklärt, was häusliche Gewalt ist, welche Formen es gibt und welche Auswirkungen sie auf Kinder hat. Unter der Rubrik "Wer kann helfen?" sind die Kontaktadressen des Hilfenetzwerks, die Frauenberatungsstellen, die neue Beratungsstelle für von Gewalt betroffene Männer sowie die Hilfsangebote für Täter und Täterinnen aufgeführt.

Broschüre auch als Download verfügbar

Die Broschüre ist erhältlich bei der Abteilung für Chancengleichheit, Catharina Wackes, Telefon 216-80438, E-Mail catharina.wackes@stuttgart.de, Download unter www.stuttgart.de/chancengleichheit/partnergewalt oder hier direkt.