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Bürgerbeteiligung zum Bismarckplatz

24.04.2015 Aktuelles
Eines der Hauptthemen bei der Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung Bismarckplatz am 17. April war die Verkehrssituation am Bismarckplatz.

Viele Anwesende forderten eine Drosselung des Tempos auf der Schwabstraße auf Tempo 30 oder sogar 20.

Rund 100 Menschen diskutierten Vorschläge

Eingeladen ins Bürgerzentrum West hatten das Forum Lebendiger Westen, Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle und das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet Stuttgart 28. Moderiert wurde der Abend von Corinna Walz von der Bürgerstiftung Stuttgart zusammen mit weiteren Kleingruppenmoderatoren.

Straßen, Sitzbänke, Spielplätze, Sauberkeit

Rund 100 Menschen aus dem Stuttgarter Westen diskutierten ihre Gestaltungsvorschläge für eine Verbesserung des Bismarckplatzes. Es ging um die Konkretisierung der Hauptthemen, die schon bei der Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung im Mai 2014 von den Bürgerinnen und Bürgern vorgetragen worden waren: Verkehr, Aufenthaltsqualität, Spielmöglichkeiten, gärtnerische Nutzung, Kiosk und Toilette, Sauberkeit des Aufenthaltsbereichs.

Von Anregungen zum städtebaulichen Wettbewerb

Die Anregungen auszuwerten und weiter zu konkretisieren, hat sich die Projektgruppe "Bismarckplatz" zur Aufgabe gemacht. Dabei soll der Ausschreibungstext für einen städtebaulichen Wettbewerb entstehen. Wenn diese Ausschreibung vom Gemeinderat beschlossen worden ist, erstellen mehrere Planungsbüros Entwürfe für eine Neugestaltung des Bismarckplatzes, über die ein Preisgericht entscheidet.

Interessierte sind zur Teilnahme an der nächsten Sitzung der AG Bismarckplatz am 20. Mai um 18.30 Uhr im Eltern-Kind-Zentrum, Ludwigstraße 41-43 eingeladen. Dieser und die weiteren Termine werden auch auf der Internetseite des Forums Lebendiger Westen unter www.lebendiger-westen.de veröffentlicht.

Vorbild Tübinger Straße

Als Vorbild für die Verkehrsberuhigung wurde die Tübinger Straße genannt. Dort teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Autos gleichberechtigt den Straßenraum. Weitere Vorschläge unter anderem für unterirdische Parkmöglichkeiten, Beibehaltung, jedoch Verlegung der Bushaltestelle und leichte Veränderung der Buslinienführung, eine Fußgänger und Radfahrer-Brücke über den Bismarckplatz wurden kontrovers, aber stets in einer von gegenseitigem Respekt getragenen Atmosphäre diskutiert.

Wunsch nach mehr Grün auf dem Bismarckplatz

Trotz des allgemein anerkannten Sachverhalts, dass die Schwabstraße eine wichtige Verkehrsachse durch den Stuttgarter Westen ist, besteht der Wunsch nach mehr und dauerhaftem Grün auch auf dem Bismarckplatz: Obstbäume, Obststräucher, Beete, die nicht mehrmals im Jahr bepflanzt werden müssen. Dem steht jedoch auch der Gedanke nach städtischer Urbanität entgegen; der Bismarckplatz wurde ursprünglich nicht von den Bäumen begrenzt, sondern als rechteckiger Raum von den Häuserzeilen.

Mehr Veranstaltungen kontra Ruhebedürfnis

Weitere Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern bezogen sich auf die Bespielbarkeit des Platzes, zum Beispiel mit öffentlichem Schach oder einer Boulefläche. Und auch die Sauberkeit, die Nutzung des Raums für Hundebesitzer, das für die Marktbeschicker notwendige Toilettenhäuschen, kamen zur Sprache.

Die Aufenthaltsqualität zu steigern, den Platz zu einem öffentlichen, attraktiven Treffpunkt, wurde als Wunsch deutlich. Wenngleich durchaus Gegensätze zu erkennen waren: Stimmen nach mehr öffentlicher Nutzung der Fläche mit Veranstaltungen wie Flohmarkt oder Open-Air-Kino steht der Wunsch nach Ruhe gegenüber.

Sanierungsgebiet Stuttgart 28

Das Sanierungsgebiet erstreckt sich von der Johannesstraße bis zum Bismarckplatz. Das Gebiet ist 9,3 Hektar groß. Darin wohnen rund 1.200 Menschen. Es wurde in das Bund-Länder-Programm "Innenentwicklung - aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aufgenommen. Seitdem wird es von der Städtebauförderung in Stuttgart als Sanierungsprojekt unter dem Begriff "Stuttgart 28" betreut.

Für die Bürgerbeteiligung hat das Forum Lebendiger Westen eine Geschäftsstelle beim Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) in der Ludwigstraße 41-43 eingerichtet. Elke Arenskrieger betreut die Sprechstunde, jeweils dienstags von 14 bis 16 Uhr, Telefonnummer 0711-50 53 68-30, E-Mail
beteiligung@lebendiger-westen.de