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Schadstoffbelastung in Stuttgart im Jahresvergleich rückläufig

24.04.2015 Umwelt
Die Stadt Stuttgart hat am Freitag, 24. April, zu aktuellen Presseberichten über die Schadstoffbelastung der Luft in Stuttgart Stellung genommen: Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2013, wie auch das Bundesumweltministerium in seiner Stellungnahme darlegt.

Die Feinstaubwerte (PM10) am Neckartor - dem Bezugspunkt der Berichte - haben sich zuletzt deutlich verbessert: So wurde der Grenzwert im Jahr 2014 an 64 Tagen überschritten, im Jahr 2013 waren es 91 Tage.

Belastung der Luft durch NO2 signifikant gesunken

Bezogen auf das Jahresmittel der PM10-Werte ging die Belastung 2014 weiter zurück auf 37 Mikrogramm nach 40 Mikrogramm in 2013. Damit ist der Grenzwert des Jahresmittelwertes von 40 Mikrogramm an allen Mess-Stationen in Stuttgart im Jahr 2014 eingehalten worden, wie auch bereits in den Jahren 2011, 2012 und 2013.

Die Belastung der Luft durch NO2 ist signifikant gesunken. Am Neckartor wurde 2014 an 36 Stunden der Grenzwert überschritten, im Jahr 2013 noch an 63 Stunden. Anderes Beispiel ist die Hohenheimer Straße: Nach Einführung von Tempo 40 im Jahr 2012 wurde der Grenzwert nicht mehr an 196 Stunden überschritten, sondern an nur noch 16 Stunden (2014).

OB Fritz Kuhn: Einiges erreicht, noch nicht zufrieden

Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte zu den Berichten: "Bei der Bekämpfung von Feinstaub und Stickstoffdioxiden im Stuttgarter Kessel haben wir in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen wie der Verkehrsverflüssigung und einem Tempolimit auf Steigungsstrecken einiges erreicht. Aber ich bin noch nicht zufrieden." Deswegen folgen weitere Schritte.

Tempo 40 auf Steigungsstrecken, Warnsystem, Elektrotaxen

So werde er dem Gemeinderat die Ausdehnung von Tempo 40 auf Steigungsstrecken vorschlagen. In Arbeit ist weiterhin ein Warnsystem, das Autofahrer in Stuttgart und der Region auf Grenzwertüberschreitungen aktuell aufmerksam macht und anregt, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Beraten wolle er über einen Zuschuss für Taxiunternehmer, die ein neues Fahrzeug mit Elektroantrieb bzw. Plug-In-Antrieb kaufen wollen.

Kuhn: "Es geht um die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger"

Kuhn begrüßte, dass dem Vorbild der Stadtverwaltung, ein günstiges Jobticket zur Nutzung der Öffentlichen Nahverkehrsmittel einzuführen, mittlerweile 200 Unternehmen und auch die Landesverwaltung folgen. Kuhn: "Ich werde keine Ruhe geben, bis wir in Stuttgart stabil und unabhängig vom Wetter deutlich unter den Grenzwerten bleiben. Es geht um die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger."

Die aktuellen Messdaten sind zu finden unter: