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Bürgermeister Wölfle gratuliert Mädchengymnasium St. Agnes zur Auszeichnung als erste Fairtrade-Schule Stuttgarts

30.04.2015 Umwelt
Das katholische Mädchengymnasium St. Agnes ist als erste Stuttgarter Fairtrade-Schule ausgezeichnet worden.

Werner Wölfle, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, hat Schulleiterin Marietta Steidle-Rieger, der Lehrerin Susie Hartmann als Leiterin der AG Schülerladen sowie den Schülerinnen und der ganzen Schulgemeinschaft zu der Auszeichnung bei einer Feier am 30. April gratuliert.

Werner Wölfle: Engagement der Schülerinnen enorm

Werner Wölfle: "Die Stadt Stuttgart ist seit dem Jahr 2013 Fairtrade-Stadt. Umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung von St. Agnes als unsere erste Fairtrade-Schule. Das Engagement der Schülerinnen und ihrer Lehrerinnen ist wirklich enorm, sie haben sich die Auszeichnung verdient." Er wies darauf hin, dass sich alle Schulen von der Grundschule bis zum Gymnasium um die Auszeichnung als Fairtrade-Schule bewerben können.

Urkunde und Banner bei der Fairtrade-Messe

Maria Gießmann, Fairtrade-School-Koordinatorin bei der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), und Maike Schliebs, bei TransFair Deutschland für die Kampagne Fairtrade-Schools verantwortlich, hatten Urkunde und Banner bei der Fairtrade-Messe nach Ostern an die Schulleiterin überreicht.

Fair gehandelter Kaffee im Schülerladen

Ausgangspunkt der Aktivitäten an St. Agnes ist der Schülerladen "SociaL. Coffee and More", in dem Schülerinnen der 9. bis 11. Klassen seit zwei Jahren ausschließlich fair gehandelte Produkte für die Schulgemeinschaft anbieten. Darüberhinaus wirbt das "SociaL"-Team mit zahlreichen Aktionen für faire Handelsbedingungen, Schutz der Umwelt und Achtung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern.

Unter anderem gibt es an St. Agnes im Lehrerzimmer fair gehandelten Kaffee, Gäste und Referenten der Schule erhalten Fairtrade-Pakete als Geschenke, bei Elternabenden gibt es Verkaufsstände, und die neuen Fünftklässlerinnen bekommen faire Begrüßungsgeschenke.

Sitzkissen mit Bezug aus gebrauchten Jeans

Eine Themenwoche unter dem Motto "Fair gehandelte Bananen", Nikolaus- und Oster-Aktionen kamen hinzu und auch das Thema Upcycling wurde aufgegriffen: Die Sitzkissen im Schülerladen "SociaL" wurden mit gebrauchten Jeans neu bezogen und kommen bei den Schülerinnen gut an.

Bereits seit Februar 2013 verkauft die AG biologisch angebaute, fair gehandelte oder aus der Region stammende Nahrungsmittel in der Schule. Susie Hartmann, Lehrerin für Wirtschaft, Gemeinschaftskunde und Englisch, sah deshalb schon wesentliche Kriterien für das Fairtrade-Zertifikat in der Schule erfüllt, und machte sich nach den Sommerferien mit ihrem engagierten Schülerladen-Team daran, auch die übrigen Voraussetzungen zu erfüllen.

Fünf Kriterien für das Fairtrade-Siegel

Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, um sich als Fairtrade-Schule registrieren und prüfen zu lassen: Ein Team aus Schülern, Lehrern, Eltern oder sonstigen Interessierten muss einen Kompass für Aktivitäten erstellen; mindestens zwei fair gehandelte Produkte müssen auf dem Schulgelände angeboten werden; in mindestens zwei Klassenstufen muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der Faire Handel im Unterricht behandelt werden, und schließlich geben jährliche Aktionen zum Fairen Handeln den Ausschlag. Nach zwei Jahren wird überprüft, ob die Kriterien immer noch erfüllt sind.

Bislang elf Schulen in Baden-Württemberg ausgezeichnet

Die Kampagne "Fairtrade-Schools" wird von TransFair e.V. getragen. In Baden-Württemberg hat Andreas Stoch, Minister für Kultus, Jugend und Sport, die Schirmherrschaft übernommen. Die Kampagne startete in Nordrhein-Westfalen als erstem Bundesland.

Seit 2014 sind auch 40 Schulen in Baden-Württemberg als Kandidaten registriert. Zehn davon haben die Auszeichnung bereits bekommen, erste Schule war das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim. Mit dem St. Agnes-Gymnasium sind es jetzt elf.