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Die Hauptbahnhoftauben haben eine neue Heimat

13.05.2015 Aktuelles

Der im September 2013 im Zuge der S21-Umbaumaßnahmen im Hauptbahnhof geschlossene Taubenschlag hat einen Ersatzstandort. Der neue Taubenschlag wurde am Mittwoch, 13. Mai, in der Kriegsbergstraße 30, eingeweiht. Zugegen waren Dorothea Koller, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung, Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin Stuttgart-Mitte, Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer, Taubenbeauftragte des Tierschutzvereines, Dr. Heike Roloff, Amtstierärztin der Stadt, Anett Amm, Vertreterin der Caritas, sowie Pia Jungbauer, Taubenbeauftragte der Stadt.


Der neue Taubenschlag bietet Platz für 80 Brutpaare und wurde von Mitarbeitern des Caritasverbandes auf dem Dach des städtischen Gebäudes in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein errichtet. 

Die Suche nach einem geeigneten Ersatzstandort gestaltete sich insbesondere aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Gebäudeeigentümer als schwierig.

Der Taubenschlag sowie sechs weitere im Stadtgebiet werden von Mitarbeitern des Tierschutzvereines und des Caritasverbandes betreut. Dazu gehören regelmäßiges Reinigen, das Entsorgen des Taubenkotes sowie das Austauschen von Taubeneiern gegen Gipseier. Seit Anfang des Jahres kümmert sich Pia Jungbauer bei der Stadt um das Taubenprojekt.

2009 hat der Gemeinderat ein Konzept beschlossen, das den Taubenbestand durch den Betrieb von betreuten Taubenschlägen und der Kontrolle der Gelege regulieren soll. Damit sollen die Populationen tierschutzgerecht verringert und besonders die stark von Tauben besiedelten Stadtgebiete entlastet werden. Dabei kooperiert die Stadt mit dem Tierschutzverein und dem Caritasverband.

Grundsätzlich weist die Stadt auf das Taubenfütterungsverbot hin. Verstöße dagegen werden mit Bußgeldern belegt. Leider wird der Erfolg des Taubenprojektes durch unerlaubtes Füttern gefährdet. Denn regelmäßiges unerlaubtes Füttern fördert die Standorttreue sowie die Brutfreudigkeit der Tiere. Zudem haben zusätzlich angelockte Tiere keine Schlaf- und Nistplätze, an denen sie geduldet werden. Taubenfüttern ist somit in vielen Fällen falsch verstandene Tierliebe.