Presse
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Ausgewählte Förderprojekte Stuttgart

29.05.2015 Aktuelles
In den letzten 10 Jahren hat die Aktion Mensch in Stuttgart rund 900 Projekte mit 23 Millionen Euro gefördert. Und es sollen noch mehr werden!

Nachhaltigkeit trifft Inklusion

Besonders am ersten Arbeitsmarkt scheuen sich noch immer viele Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen. Hier zusätzliche Möglichkeiten der Teilhabe zu schaffen, diesem Ziel hat sich die "NintegrA gGmbH" verschrieben. Mit 250.000 Euro Unterstützung der Aktion Mensch beschäftigt der Stuttgarter Integrationsbetrieb 25 Menschen mit und ohne Behinderung aus der Region, die gleichberechtigt ökologische Holzbausysteme für Holzhäuser produzieren. Dabei arbeiten die elf, zum Teil schwer behinderten Menschen in überschaubaren und in sich geschlossenen Produktionsabläufen, die von der Rohstoffgewinnung über die Montage bis hin zum Vertrieb der Holzbauteile reichen. Weil ohne Kleber, Leim und Metall verarbeitet wird, ist die "Palisadio"-Bauart vor allem für ökologisch interessierte Hausbauer und für Allergiker interessant. Die Mitarbeiter freut es doppelt: Mit ihrer Arbeit legen sie das Fundament für ein Stück nachhaltige Architektur und Inklusion.

Fördersumme: 250.000 Euro
Adresse: NintegrA
Unternehmen für Integration gGmbH
Strohgäustraße 24 70435 Stuttgart

Aktion Mensch - Ausgewählte Förderprojekte Stuttgart

Modernisierung der CAP-Lebensmittelmärkte in Obertürkheim und Untertürkheim

Bereits seit 2004 gibt es in Stuttgart diese zwei CAP-Lebensmittelmärkte. Das Besondere daran ist, dass sich dort Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt die Arbeit teilen und sich liebevoll um die Kunden kümmern. Damit hier auch künftig Menschen mit Behinderung die Chance haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, musste nun eine Modernisierung stattfinden. So dürfen sich die Mitarbeiter mit und ohne Behinderung nun über eine moderne Innenausstattung der integrativen Supermärkte freuen. Die Maßnahme gewährleistet, dass Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, die ihren Fähigkeiten als Arbeitnehmer entsprechen und sich in ihrem gesellschaftlichen Umfeld befinden, geschaffen werden, was den Beschäftigten langfristig Möglichkeiten auf ein selbstbestimmtes Leben sowie auf gesellschaftliche Teilhabe sichert. Zudem beweisen die Einrichtungen beispielhaft, dass Inklusion am ersten Arbeitsmarkt gelebt wird und funktioniert.

Fördersumme: 197.359 Euro
Bewilligungsdatum: 13.09.2012
Adresse: CAP Markt
Augsburgerstraße 684
70329 Stuttgart-Obertürkheim

Barrierefreiheit beim 35. Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Barrierefreiheit wird auch auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart vom 3. bis 7. Juni wieder ein großes Thema sein. Seit einigen Jahren haben sich die Veranstalter vorgenommen, den Kirchentag nachhaltig so zu gestalten, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung selbständig daran teilnehmen können. Der Stuttgarter Kirchentag soll nun wegweisend in der bleibenden Verankerung von Barrierefreiheit als Querschnittsthema für die nächsten Kirchentage und für andere Großveranstaltungen werden. In einem Projekt wollen die Initiatoren während der Vorbereitung des Stuttgarter Kirchentages ein Lexikon und einen Leitfaden für die barrierefreie Planung von Großveranstaltungen erarbeiten und ihr Wissen auch anderen Veranstaltern durch Publikationen, Vorträge oder Aufsätze in Fachzeitschriften zur Verfügung stellen. Der Kirchentag zeigt Veranstaltern praktische Wege und Handwerkszeuge für Inklusion in den Themenbereichen Information und Beratung, Mobilität und Aufenthalt, Assistenz und Begleitung, Service und Begegnung, Schutz und Sicherheit sowie Gottesdienste und Veranstaltungen. Für Teilnehmende mit Behinderung organisieren die Kirchentagsveranstalter unter anderem Fahrdienste, Rampen, Induktionsschleifen, Übersetzungen, Schriftdolmetscher und Angebote in Leichter Sprache. Für die Verstetigung und Dokumentation der inklusiven Angebote schafft das Organisationsteam eine halbe Stelle zusätzlich.

Fördersumme: 249.960 Euro
Bewilligungsdatum: 13.11.2014
Veranstaltungszeitraum: 03.06.2015 - 07.06 2015
Adresse: 35. Deutscher Evangelischer Kirchentag Stuttgart 2015 e.V.
Postfach 150161
70075 Stuttgart

Inklusives Radlabor Stuttgart

Hier dreht sich alles ums Rad: Wenn sich die 30 Projektteilnehmer vom "Inklusiven Radlabor" einmal wöchentlich zusammenfinden wird nicht nur repariert, geölt, getüftelt, gepumpt oder geschraubt. Dann wird auch trainiert. Werden im Fuhrpark oder auf dem selbstgebauten Radparcours eigene Geschicklichkeitsspiele ausprobiert und das erlernte Wissen über Sicherheit im Straßenverkehr direkt an die Neuen im Projekt weitergegeben. Manchmal legen die Jungs aber auch einen Gang zu. Dann drehen sie mit der Action-Cam rasante Videos auf ihren Tandems und sogenannten "Rollfiets" - das sind Rollstuhlfahrräder - oder fahren nach Zeit. Die Projektteilnehmer - das sind rund 30 Jungen und Mädchen mit und ohne Behinderung von der Schule für Körperbehinderte und der Freien Evangelischen Schule Vaihingen. Was sie verbindet sind Teamwork, Neugier, Spaß und der offene Umgang mit dem, was andere Behinderung nennen. Hier geht es nicht um Defizite - hier geht es um unterschiedliche Fähigkeiten. Sie zu entdecken, zu fördern und auszubauen ist, was Projektleiter Thomas Szotowski bewegt und antreibt. Diese zeigen sich nicht nur im Miteinander bei der Fahrradpflege. Die zeigen sich auch in der wachsenden Sozialkompetenz: dem gegenseitigen Verständnis, Vertrauen, der Toleranz und Empathie.

Fördersumme: 4.000 Euro
Adresse: Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr. 5
70469 Stuttgart

Projekt zur Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen

Das Stuttgarter Projekt "Ball und Feld" fördert Kinder und Jugendliche mit Bewegung und Kreativität. Der Verein Flux e.V. ermöglicht Mädchen und Jungen an der Pelikanschule, Fußball zu spielen und gemeinsam mit einem Tonfeld zu arbeiten. Das Tonfeld ist ein flacher Holzkasten, der mit weicher Tonerde gefüllt ist, die geformt und unter Anleitung gestaltet wird. Die Arbeit in diesem Tonfeld fördert mit ihren spielerischen und körperorientierten Elementen die Kreativität und die positiven Beziehungen unter den Kindern und Jugendlichen. In Kombination mit dem Fußballspiel verhilft der Umgang mit dem Tonfeld zu mehr Selbstvertrauen und beugt Ausgrenzungen vor. Kooperationspartner ist die Pelikanschule in Stuttgart Neugereut, die die Räumlichkeiten für das Fußballspiel und die Tonfeldtherapie zur Verfügung stellt.

Fördersumme: 5.000 Euro
Adresse: Verein Flux e.V.
Pelikanstraße 71
70378 Stuttgart