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Planungswettbewerb Stöckach entschieden

22.06.2015 Stadtplanung
Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, hat am 22. Juni den Siegerentwurf des zweiten Planungswettbewerbs Am Stöckach vorgestellt.

Er stammt von dem Architekturbüro harris+kurrle architekten bda in Arbeitsgemeinschaft mit Jetter Landschaftsarchitekten. Dies hatte die Jury unter dem Vorsitz von Professorin Cornelia Bott in ihrer Sitzung vom 19. Juni entschieden. Begründet wurde dies unter anderem so: Der Entwurf sei ausgewählt worden, "weil die städtebauliche Gesamtkonfiguration von der Landhausstraße bis hin zum Zeppelin-Gymnasium schlüssig entwickelt wurde".

Schrägluftbild StöckachVergrößernDer Platz Am Stöckach soll schöner werden. Foto: Stadt StuttgartDer Platz Am Stöckach soll schöner werden. Foto: Stadt Stuttgart

Vilefältige Nutzung

Der Stöckachplatz selbst ermögliche durch seine Offenheit eine vielfältige Nutzung. Der Entwurf biete auch den überzeugenderen Gesamtansatz hinsichtlich der Neuinterpretation des Städtebaus und der Heranführung des Hangs an den Platz. Dieser wirke räumlich besonders in den Platz hinein. "Über großzügige Treppenanlagen werden Qualitäten geschaffen und Sichtbezüge ermöglicht", heißt es bei der Jury weiter.

An dem Folgewettbewerb hatte außer dem Sieger nur noch das Architekturbüro  ISA Internationales Stadtbauatelier und -grüne Welle in Arbeitsgemeinschaft mit Johannes Jörg, freier Landschaftsarchitekt, teilgenommen. Denn bei der Auswahlsitzung des ersten Wettbewerbs am 27. Februar waren unter den insgesamt 14 eingereichten Arbeiten kein Sieger, sondern nur zwei zweite Plätze bestimmt worden. Die beiden Teilnehmer waren daher aufgefordert worden, ihre Entwürfe zu überarbeiten und nochmals einzureichen. 

Neue Platzgestaltung

Thema der Planungen war zum einem, den zentralen Stöckachplatz umzugestalten. Für insgesamt 0,7 Hektar öffentliche Fläche sollte ein umsetzungsfähiges, gestalterisches und funktionales Konzept entwickelt werden. Außerdem wurde eine städtebauliche Neuordnung für das Grundstück der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule gefordert.

Als neue Nutzung soll hier zukünftig ein lebendiges Miteinander von sozialen Einrichtungen, kleinteiligem Handel und Gewerbe sowie Wohnen entstehen. Für die nähere Ausführung ist ein späterer, vertiefender Architektenwettbewerb vorgesehen.

Und schließlich sollten die Architekten Ideen für weitere 1,5 Hektar des an den Stöckachplatz angrenzenden öffentlichen Bereichs entwickeln. Das Planungsareal liegt im Sanierungsgebiet Stuttgart 29 - Teilbereich Stöckach - und soll als neue Mitte identitätsstiftend und aufwertend für den Stadtteil wirken.

Ausstellung im Planungsamt

Die beiden Wettbewerbsarbeiten werden vom 23. bis 30. Juni im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Eberhardstraße 10, im ersten Obergeschoss öffentlich ausgestellt und können werktags zwischen 10 und 18 Uhr besichtigt werden.

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