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Preisübergabe an Projekt "Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen"

23.06.2015 Aktuelles
Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Amts für Umweltschutz, und Dr. Jürgen Görres, Leiter der Abteilung Energiewirtschaft im Amt für Umweltschutz, haben im Rahmen des Projekts "Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen (LESS)" am Dienstag, 23. Juni, die Preisgelder überreicht und die besten Ideen prämiert.

Bei der Jahresveranstaltung wurden drei Projekte vorgestellt und mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Die Drittklässler der Albschule präsentierten die Fortbildung, die sie für ihre Lehrerinnen zum Thema Stromsparen ausgearbeitet haben.

Preisübergabe LESS-ProjektVergrößernPreisträger beim Projekt 'Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen (LESS)' im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses. Foto: Kraufmann / Thomas HörnerPreisträger beim Projekt 'Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen (LESS)' im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses. Foto: Kraufmann / Thomas Hörner

Wasserkraft-Projekt mit französischer Partnerschule

Die Realschule Feuerbach stellte gemeinsam mit der Uhlandschule das Fortbildungsprogramm der Umweltmentoren und dessen Umsetzung in der eigenen Schule vor.

Die Robert-Bosch-Schule zeigte ein Wasserkraft-Projekt, dass sie gemeinsam mit einer französischen Partnerschule organisiert hat. Mit den Sonderpreisen wird das Engagement der Schüler besonders gewürdigt, zumal es anderen Schulen als Anregung dienen kann.

Energieeinsparung, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschutz

Um Schulen im verantwortungsbewussten Umgang mit Energie und Wasser zu unterstützen, bietet das Amt für Umweltschutz gemeinsam mit dem Schulverwaltungsamt seit sechs Jahren das Projekt LESS an.

Dessen Ziel ist, die Themen Energieeinsparung, Nachhaltigkeit sowie Ressourcen- und Klimaschutz in den Schulen zu verankern. Schüler sollen selbst Energiesparpotenziale entdecken und Ideen entwickeln, um den Energie- und Wasserverbrauch in den Schulen zu reduzieren. Auch im schulischen Umfeld soll zum Energiesparen angeregt werden.

Rohstoffe und Energiequellen sind endlich

Das in den Schulen gelernte Alltagsverhalten soll sich auch im privaten Umfeld der Schüler niederschlagen. Gleichzeitig soll bewusst gemacht werden, dass die vorhandenen Rohstoffe und Energiequellen endlich sind. Dadurch leistet LESS innerhalb und außerhalb der Schulen einen Beitrag zum Umweltschutz.

1,6 Millionen Kilowattstunden Heizenergie eingespart

In den sechs vergangenen Auswertungsjahren wurden in den Schulen insgesamt rund 1,6 Millionen Kilowattstunden Heizenergie eingespart. Dieser Wert entspricht zirka vier Prozent des Heizenergieverbrauchs der beteiligten Schulen in diesem Zeitraum.

Die Stromeinsparung betrug 304.300 Kilowattstunden, das sind zirka vier Prozent des Verbrauchs. Die CO2-Reduktion lag bei rund 816 Tonnen, der Wert entspricht einem jährlichen CO2Ausstoß von zirka 100 Einfamilienhäusern.

Über 55.000 Euro eingespart

2014 beschäftigten sich 20 Schulen mit dem Energie- und Wasserverbrauch in ihren Einrichtungen. Allein 2014 wurden durch LESS 55.204 Euro eingespart. Anteile der eingesparten Energiekosten erhalten die teilnehmenden Schulen. Diese Mittel werden zur freien Verwendung überlassen.

Punktesystem für pädagogische Aktivitäten

Folgende Schulen werden über ihre erzielte Verbrauchssenkung an den eingesparten Energiekosten beteiligt: Albschule, Ferdinand-Porsche-Gymnasium, Helene-Fernau-Horn Schule, Hohewartschule, Königin-Olga-Stift, Maria-Montessori Schule, Max-Eyth-Schule, Realschule Feuerbach, Rilke-Realschule, Uhlandschule, Wirtschaftsgymnasium West und Wolfbuschschule.

Zusätzlich werden alle Schulen über ein Punktesystem für ihre pädagogischen Aktivitäten bei der Aufklärung über Möglichkeiten zum Energiesparen belohnt.

Viele Schüler und Lehrer an Projekt beteiligt

In den Schulen sind jeweils zwei bis drei Lehrkräfte und etwa zehn Schüler in das Projekt eingebunden. 83 Prozent der Schulen haben die volle Unterstützung der Schulleitung, 80 Prozent die des haustechnischen Dienstes, 68 Prozent sind im ständigen Dialog mit den Hausmeisterinnen und Hausmeistern.

30 Prozent der Schulen bearbeiten Energiethemen im Rahmen einer AG, 35 Prozent beschäftigen jeweils eine Klasse oder einen Oberstufenkurs mit dem Thema. 68 Prozent der Schulen haben Energiemanager aufgestellt.  

Ein Einstieg weiterer Schulen in das LESS-Projekt ist jederzeit möglich. Die Federführung für das Projekt liegt beim Amt für Umweltschutz.

Ansprechpartner für Rückfragen: Amt für Umweltschutz, Dr. Jürgen Görres, Telefon 216-88668 sowie Sandra Langer Telefon 216-88670.