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Flüchtlingshilfe: Stuttgart investiert rund 55 Millionen Euro in neue Systembauten

16.07.2015 Soziales
Stuttgart will auch in Zukunft Flüchtlinge angemessen unterbringen.
Der Gemeinderat der Stadt hat heute mit vier Gegenstimmen der AfD-Fraktion beschlossen, bis Ende kommenden Jahres über 2.200 Plätze in 28 Einzelgebäuden zu schaffen. Für die Errichtung der Gebäude und die dazugehörige Infrastruktur investiert die Stadt rund 55 Millionen Euro.

Die Systembauten entstehen - mit Ausnahme der Möhringer Landstraße in Vaihingen, die ab Herbst 2016 nutzbar ist - in den kommenden zehn Monaten in:

  • Bad Cannstatt (Quellenstraße),
  • Feuerbach (Wiener Straße),
  • Degerloch (Helene-Pfleiderer-Straße),
  • Stuttgart-Mitte (Rothmannblock),
  • Möhringen (Kurt-Schumacher-Straße),
  • Mühlhausen (Sturmvogelweg),
  • Plieningen (Mittlere Filderstraße),
  • Stammheim (Ottmarsheimer Straße),
  • Zuffenhausen (Schwieberdinger Straße).

In Untertürkheim untersucht die Verwaltung aktuell auf Wunsch des Bezirksbeirats zwei Alternativstandorte zur anvisierten Württembergstraße. Noch vor der Sommerpause soll der Bezirksbeirat über die Prüfergebnisse informiert werden. Nach erneuter Beratung in Untertürkheim wird der Gemeinderat den künftigen Standort beschließen.

Die Stadt hat bislang 39 Millionen Euro zur Unterbringung und Versorgung bereitgestellt. Dies ist nun die vierte Tranche. Bis Ende des Jahres erwartet die Stadt rund 5.400 Flüchtlinge, die unterzubringen sind. Trotz der jetzt beschlossenen Systembauten müssen damit bis Ende des laufenden Jahres 2015 noch rund 1.300 Plätze geschaffen werden. Daher beginnt die Verwaltung nach der Sommerpause mit der Vorbereitung einer fünften Tranche.

Stuttgarter Weg in der Flüchtlingsunterbringung

Die Landeshauptstadt Stuttgart sieht sich als weltoffene und menschliche Stadt, die eine Willkommenskultur im Umgang mit den Flüchtlingen pflegt. Die dezentrale Unterbringung in den Stadtbezirken ist ein wesentliches Merkmal des "Stuttgarter Wegs". Aktuell sind in Stuttgart über 3.500 Flüchtlinge in 75 Unterkünften in 17 Stadtbezirken untergebracht. Die Unterbringung erfolgt durch Anmietung von Objekten oder in Systembauten. Nach Umsetzung der Tranche 4 werden es 86 Unterkünfte in 21 Stadtteilen sein.

Gemeinderatsdrucksache:

Flüchtlingsunterbringung Standorte Tranche 4 (GRDrs 423/2015) (PDF)