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Bürgermeister Hahn hat den umgestalteten Hospitalplatz eröffnet

23.07.2015 Stadtbezirke
Bürgermeister Matthias Hahn hat zusammen mit der Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte, Veronika Kienzle, am Donnerstag, 23. Juli, den als Fußgängerzone umgestalteten Hospitalplatz im Rahmen des Hospitalviertelfestes eröffnet.

Der Hospitalplatz und die angrenzende Büchsenstraße wurden bereits zum Kirchentag im Juni fertiggestellt. Die Arbeiten in der Gymnasiumstraße und der Hohe Straße werden im September abgeschlossen.

Bürgermeister Hahn hat den umgestalteten Hospitalplatz eröffnetEin schöner Platz rund um die Hospitalkirche lädt nun zum Verweilen ein. Foto: Susanne Kern

Viele Bäume, ein Blindenleitsystem und rollstuhlgerecht

Elf Bäume wurden neu gepflanzt, so dass mit jetzt 33 Bäumen nicht nur großzügige, sondern auch grüne Straßenräume zu erleben sind. Breite Gehwege, ein integriertes Blindenleitsystem und die besondere Berücksichtigung der Belange von Rollstuhlfahrern weisen in eine weniger motorisierte mobile Zukunft im Hospitalviertel.

Bürgermeister Matthias Hahn hat das Projekt über lange Jahre unterstützt und freute sich zum Ende seiner Amtszeit, die neu gestalteten Flächen den Bürgern übergeben zu können. "Sie haben alle Grund zum Feiern, denn Sie haben sich mit Erfolg für die Entwicklung Ihres Quartiers eingesetzt", gratulierte er zum ehrenamtlichen Engagement.

3,5 Millionen Euro investiert

Insgesamt wurden rund 1000 Quadratmeter Fläche neu gestaltet und 3,5 Millionen Euro investiert. Das Projekt ist im Rahmen der Sanierung Stuttgart 26 mit mehr als 1,4 Millionen Euro gefördert worden, wobei 60 Prozent von Bund und Land finanziert werden.

Weitere 450 000 Euro stammen auf Initiative des Bezirksbeirats Mitte aus Mitteln der Stadtentwicklungspauschale, überwiegend für Baumpflanzungen. Das Projekt wird beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt realisiert.

Bedeutendes bürgerschaftliches Engagement im Quartier

Vor den denkmalgeschützten Resten der Hospitalkirche wurden Stühle in die Sonne gerückt, wo früher vor allem Platz für Autos war. Nahe dem früheren gotischen Eingangstor erinnert eine Kupferplatte an die gesellschaftlich-religiösen Reformideen von Johann Valentin Andreae, einem Vorläufer der Aufklärung.

Die Platte ist eine Spende und zugleich ein Sinnbild für das bedeutende bürgerschaftliche Engagement im Quartier. Über die Neugestaltung der Flächen wurde lebhaft diskutiert und dabei vielseitige gesellschaftliche Kraft entfaltet.

Blaue "Wanderstühle" laden zum Verweilen ein

Auch ist eine Kultur des Miteinanders entstanden, welche die Quartiersentwicklung weiter trägt. Das Forum Hospitalviertel moderiert die Bürgerbeteiligung. Zusammen mit Studenten der Hochschule für Technik wurden die blauen "Wanderstühle" entwickelt.

Gespendete Stühle werden in sozialen Werkstätten aufgearbeitet und wetterfest in Blau lackiert. Die auffälligen Sitzgelegenheiten laden in Zukunft dazu ein, "ins Blaue zu gehen" und sich den Stuhl dort auf den Platz zu stellen, wo man ihn gerade haben mag.