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Sporthallenbad im NeckarPark: Jury entscheidet sich für "Stadtteilintegriertes Bad"

31.07.2015 Sport

Ein neues Sporthallenbad an der Mercedesstraße soll die Traglufthalle im Inselbad Untertürkheim und das Hallenbad Cannstatt ersetzen. Ein Preisgericht hat den Bäderbetrieben einstimmig empfohlen, die "Bewerbergemeinschaft Arnke Häntsch Mattmüller - AHM Architekten MBH, Berlin und Lehmann Architekten GmbH BDA - DWB, Offenburg" mit der weiteren Planung zu beauftragen. Ihr Entwurf eines "Stadtteilintegrierten Bades" überzeugte die Jury.


Das neue Bad soll ganzjährig genutzt werden von Schulen, Schwimmsportvereinen und dem Leistungskader des Württembergischen Schwimmverbands. Außerdem ist es als Bundesstützpunkt der Wasserballer vorgesehen. Darüber hinaus ist ein Angebot für die Öffentlichkeit geplant.

Sporthallenbad im NeckarPark:Das Modell des Sporthallenbades. Foto: Lichtgut/Piechowski

"Das richtige Konzept am richtigen Standort"

Erster Bürgermeister Michael Föll: "Wir sind einen wichtigen Schritt weiter, weil wir jetzt das richtige Konzept für den richtigen Standort haben. Das neue Bad ist quasi das Tor für die Sport- und Veranstaltungsmeile NeckarPark." In der näheren Umgebung befinden sich das Festgelände Cannstatter Wasen, die Mercedes-Benz Arena mit der SCHARRena, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle, die Porsche-Arena, das Clubzentrum des VfB Stuttgart, das Carl Benz Center, die Mercedes-Benz Welt, das SpOrt Stuttgart und der Olympiastützpunkt Stuttgart. Die 19 Meter hohe Fassade des Bades dient auch als Schallschutz für die Wohnungen, die künftig dahinter liegen werden.

Der neue Standort in der Mercedesstraße ist mit Bus und Bahn gut zu erreichen (S-Bahnhof "Bad Cannstatt", Stadtbahn-Haltestellen "Cannstatter Wasen" und "Mercedesstraße" sowie eine Bushaltestellte der Linie 56 liegen in der Nähe). Zusätzlich können Busse von Schulklassen und Sportvereinen direkt auf dem Grundstück des Bades halten.

Die Konzeption und Planung dieses Sporthallenbads erfolgte mittels integriertem, nicht offenen Planungswettbewerb. Im Ergebnis der europaweiten Ausschreibung wurden letztlich zehn Architektur- und Planungsbüros zugelassen. Ihre Vorgaben waren: Ein 50 m x 21 m großes Sportbecken mit acht oder zehn Bahnen für Schwimmen und Wasserball sowie ein 25 m x 12,5 m großen Mehrzweckbecken mit Hubboden sowie einer Sprunganlage mit einer Dreimeterplattform und einem Einmeterbrett sowie 600 Sitz- und 300 Stehplätze für Zuschauer.

Blick aus dem Bad auf den Wasen

Das Preisgericht bedachte den Entwurf eines "Stadtteilintegrierten Bades" der Bewerbergemeinschaft Arnke Häntsch Mattmüller - AHM Architekten MBH, Berlin und Lehmann Architekten GmbH BDA - DWB, Offenburg mit dem 1. Preis. Sie legen den Zugang nach Norden und zeigen zur Mercedesstraße deutlich die Nutzung an. Zwei horizontale Fensterbänder verweisen auf die dahinterliegenden Becken, belichten die Halle ausreichend und bieten den Schwimmern einen Rundumblick auf den Wasen. Der großzügige Vorplatz ist gegliedert in Aufenthalt, Parken und Busvorfahrt. Ein ebenerdiger übersichtlicher Eingangsbereich ist für alle Nutzergruppen gleichsam geeignet.

Der zweite Preis ging an: Fritz Planung GmbH, Bad Urach, der dritte an 4a Architekten GmbH, Stuttgart. Der Beitrag von Auer Weber Assoziierte, Stuttgart und München, wird mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Der 1. Siegerentwurf wird vom 31. Juli bis 14. August 2015 im 2. OG des Rathauses der Stuttgart ausgestellt. Alle anderen Wettbewerbsteilnehmer sind ebenfalls ab dem 31. Juli 2015 im 1. OG des Amtes für Stadtplanung und Stadterneuerung, Eberhardstraße 10, einzusehen.