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Baugemeinschaften für Olga-Areal ausgewählt

03.08.2015 Stadtplanung

Auswahlgremium bewertet städtebauliche und soziale Gesichtspunkte der eingereichten Konzepte


Im Baufeld 2 des Olga-Areals werden sechs Bauplätze an Baugemeinschaften vergeben. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, hat am 3. August die Vergabeempfehlung des Auswahlgremiums im Bürgerservicezentrum West vorgestellt.

Die aus neun Bewerbern ausgewählten und empfohlenen Baugruppen heißen: Baulöwen, Max Acht, Baukasten, Go West, Olga07 sowie Statthaus. Deren Wünschen nach einem bestimmten Grundstück wurde so weit wie möglich entsprochen. Die Auswahl erfolgte einstimmig. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch erst der Gemeinderat im Oktober.

Vorstellung der Siegerentwürfe für das Olga Areal mit Baubürgermeister Matthias Hahn und Architekt Wolfgang Schwinge. Foto: Leif Piechowski/LichtgutVorstellung der Siegerentwürfe für das Olga Areal mit Baubürgermeister Matthias Hahn und Architekt Wolfgang Schwinge. Foto: Leif Piechowski/Lichtgut
Bei der Vergabe entscheidend war ausschließlich das von den Bewerbern eingereichte Konzept, das in zweifacher Hinsicht bewertet wurde: Neben der Architektur mit qualitätsvollen Fassaden, der städtebaulichen Einpassung in das Stadtviertel und zeitgemäßen, vielseitigen und flexiblen Grundrissen wurden das soziale Gefüge der Gruppe sowie gemeinschaftliche und nachbarschaftliche Angebote bewertet. Ziel war es, Projekte zu finden, die das Olga-Areal und den Stadtbezirk städtebaulich wie auch inhaltlich bereichern.

Hier wurden seitens der Bewerber zahlreiche kreative Vorschläge gemacht, wie etwa Raumangebote für nichtkommerzielle, soziale und kulturelle Aktivitäten in den Gebäuden und im Freiraum, gemeinschaftlichen Spielflächen, Urban Gardening oder teilweise eigene gewerbliche Nutzungen in den Erdgeschossen zu Breitscheid- und Senefelder Straße hin.

53 Wohnungen sollen neu entstehen

Insgesamt sollen auf dem Baufeld rund 53 Wohnungen entstehen, davon zwölf im städtisch geförderten Programm Preiswertes Wohneigentum und eine als Mietwohnung für den mittleren Einkommensbereich. Sieben Wohnungen sind im Rahmen der Inklusion für Menschen mit Behinderungen und für Trägerinstitutionen vorgesehen.

Die Ausschreibung des Konzeptwettbewerbs der Stadt erfolgte im August 2014, die Abgabe der Bewerbungen im Juni 2015. In dem von der Stadt eingerichteten Auswahlgremium, das unter der Moderation von Professor Wolfgang Schwinge vom 21. bis 22. Juli tagte,  waren renommierte Experten der Fachbereiche Architektur, Stadtplanung und Baugemeinschaften aus Hamburg, Freiburg, Tübingen und Stuttgart - darunter auch die Mitglieder des städtebaulichen Beirats zum Olga-Areal - ebenso vertreten, wie Baubürgermeister Matthias Hahn, Erster Bürgermeister Michael Föll sowie Vertreter der Gemeinderatsfraktionen und der Stadtverwaltung.

Mit der Vergabeempfehlung an die Baugemeinschaften hat die Stadt den letzten Schritt zur Vermarktung des Olga-Areals vollzogen, nachdem in den Baufeldern 3 und 4 bereits Investoren und ein Ankernutzer feststehen. Der Baubeginn im Baufeld 2 soll im Sommer 2016 erfolgen.