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70. Gedenktag an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

05.08.2015 Aktuelles
Welche Auswirkungen Atomwaffen haben können, ist vor allem durch die Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 im Gedächtnis geblieben. Am Donnerstag, 6. August, jährt sich der internationale Gedenktag an die Atombombenabwürfe zum 70. Mal.

Im Mai dieses Jahres erschien anlässlich des Gedenkens eine "Peace-Message" von Bürgermeister Werner Wölfle in der japanischen Tageszeitung "Shimbun Newspaper" in Hiroshima.

Bürgermeister Werner Wölfle und Helmut Lohrer von der Organisation Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs haben die Ausstellung 'Hiroshima und Nagasaki mahnen - Erinnern allein reicht nicht' eröffnet.Der Bürgermeister für allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, Werner Wölfle (rechts), und Dr. Helmut Lohrer, Vorstandsmitglied der Organisation Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), haben am 8. Juli im Rathaus die Ausstellung 'Hiroshima und Nagasaki mahnen - Erinnern allein reicht nicht' eröffnet. Foto: Horst Rudel

Stuttgart zeigt zum vierten Mal Flagge für atomwaffenfreie Welt

Als Vertreter der Landeshauptstadt Stuttgart im weltweiten Verband Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) rief er dazu auf, dass jeder alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen soll, um den Frieden zu erhalten oder am Frieden zu arbeiten.

Seit 2012 findet jährlich am 8. Juli deutschlandweit der von Mayors for Peace ins Leben gerufene Flaggentag statt. Dieses Jahr zeigte Stuttgart bereits zum vierten Mal Flagge für eine atomwaffenfreie Welt. Der Flaggentag ist Teil der "2020 Vision"-Kampagne von Mayors for Peace, deren Ziel eine verbindliche Vereinbarung für die Abschaffung von Atomwaffen und eine Konvention über Nuklearwaffen bis zum Jahr 2020 ist.

Ausstellung im Rathaus zu den Atombombenabwürfen

Zum Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki hat Bürgermeister Wölfle am diesjährigen Flaggentag die Ausstellung "Hiroshima und Nagasaki mahnen - Erinnern allein reicht nicht" im dritten Obergeschoss des Stuttgarter Rathauses in Kooperation mit örtlichen Friedensgruppen eröffnet.

Bei der Vernissage waren Vertreterinnen und Vertreter des Landtags Baden-Württemberg sowie des Stuttgarter Gemeinderats anwesend. Die Ausstellung kann derzeit noch besichtigt werden. Sie schließt am Donnerstag, 10. September, um 12 Uhr mit dem Film "Unser Mut wird langen - nicht nur in Mutlangen" sowie einem anschließenden Zeitzeugengespräch mit Inge Jens, die gemeinsam mit ihrem Mann Walter gegen die Stationierung amerikanischer Pershing-II-Raketen in Mutlangen protestiert hat.

Japanischer Generalkonsul vom Engagement der Stadt beeindruckt

Schon viele weitere Aktionen wurden von Bürgermeister Wölfle unterstützt. So beteiligte er sich an den Friedens-Radtouren "Global Zero Now" nach Brüssel sowie der "Pacemaker-Radtour" nach Berlin. Bei beiden Touren radelte er jeweils ein Stück von Stuttgart aus mit. Im Jahr 2013 reiste er nach Japan, um persönlich an der Gedenkfeier in Hiroshima und der achten Vollversammlung von Mayors for Peace teilzunehmen.

Der japanische Generalkonsul Hidenao Yanagi, der am 5. August Oberbürgermeister Fritz Kuhn seinen Antrittsbesuch abstattete, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Landeshauptstadt bei Mayors for Peace.