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Altlastensanierung auf dem "Kraftwerksgelände Ost - Teilfläche Kohlebandbrücke"

10.08.2015 Umwelt
Die Altlastensanierung auf dem Gelände des Kraftwerks Gaisburg im Bereich der ehemaligen Kohlebandbrücke schreitet voran. Die Maßnahme dient dem Schutz des Grund- und Mineralwassers. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Grundwasserabstromsicherung beginnen in den nächsten Wochen die Arbeiten für den Aushub in einer Tiefe von 1,5 bis drei Metern. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres an. Durch die weitere Erkundung des Untergrundes sollen Erkenntnisse für die Planung und Ausschreibung des Tiefenaushubs in einer Tiefe bis zu acht Metern gewonnen werden. Voraussichtlicher Zeitraum dafür ist von 2016 bis 2017.

Das Altlager "Kraftwerksgelände Ost" befindet sich auf dem Werksgelände der Energie Baden-Württemberg (EnBW) AG in Stuttgart-Ost. Das Kraftwerksgelände liegt am linken Neckarufer und innerhalb der Kernzone des Heilquellenschutzgebiets. Die Teilfläche "Kohlebandbrücke" ist Teil des Altlagers "Kraftwerksgelände Ost".
Namensgebend ist das nicht mehr genutzte, denkmalgeschützte Kohleförderband vom Neckar über die B 10. Das Altlager besteht aus ehemaligen Kiesgruben, die von der Stadt aufgefüllt wurden. Dabei wurden im Teilbereich "Kohlebandbrücke" Abfälle wie Teeröle oder Schwerölreste aus dem benachbarten ehemals städtischen Gaswerk Gaisburg abgelagert und auf die Kohlehalden zur Mitverbrennung im Kraftwerk geschüttet. Da es sich um "kommunale Altlasten" handelt, werden die Arbeiten auf dem Gelände der EnBW vom Tiefbauamt der Landeshauptstadt federführend koordiniert.

Das Land unterstützt die Sanierungsmaßnahme mit Fördermitteln aus dem Altlastenfond. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf zirka 16,8 Millionen Euro.

Bei ungünstigen Wetterbedingungen lässt sich nicht ausschließen, dass im Zuge der Aushubarbeiten Geruchsbelästigungen in der näheren Umgebung wahrgenommen werden. Durch ständige Luftmessungen wird jedoch sichergestellt, dass eine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgeschlossen ist. Die Stadt ist bemüht, die Belästigungen und Einschränkungen möglichst gering zu halten.