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Stadt braucht Bürgerhospital zur Unterbringung von Flüchtlingen

17.08.2015 Aktuelles
Die Landeshauptstadt wird im frei gewordenen Hauptgebäude des Bürgerhospitals (Haus 2) im Bezirk Stuttgart-Nord übergangsweise circa 600 Flüchtlinge unterbringen. Diese Übergangslösung ist bis etwa Mitte 2016 geplant.

Damit soll die Zeit überbrückt werden bis zur Fertigstellung der bereits beschlossenen Fertigbauten bzw. Anmietungen aus den Tranchen 3 und 4 bzw. der im Herbst 2015 zu beschließenden Tranche 5.

Rund 370 Flüchtlinge werden bis Ende August untergebracht

Wie die Stadt mitteilte, wird die Belegung ab dem 18. August erfolgen. Bis etwa Ende August werden rund 370 Flüchtlinge im Hauptgebäude des Bürgerhospitals unterkommen. Die weitere Belegung erfolgt dann nach Bedarf. Aufnahme finden zusätzlich auch bis zu 80 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge in einem separaten Gebäude auf dem Areal des Bürgerhospitals.

Damit steht auch fest, dass das Bürgerhospital nicht für eine Unterbringung durch das Land zur Verfügung steht. Erster Bürgermeister Michael Föll sagte am Montag, 17. August: "Wir brauchen das Bürgerhospital für unseren eigenen Bedarf, um die zugewiesenen Flüchtlinge angemessen unterbringen zu können."

Zuweisung von durchschnittlich 307 Flüchtlingen im Monat

Bei einer Zuweisungszahl von durchschnittlich 307 Flüchtlingen im Monat fehlen in der Landeshauptstadt bis Jahresende 2015 trotz der Unterbringungen im Bürgerhospital immer noch 700 Plätze für Flüchtlinge.

Unberührt von dieser Übergangslösung bleiben die bereits seit Herbst 2013 im Bürgerhospital (Haus 5 und 6) an der Tunzhofer Straße untergebrachten 220 Flüchtlinge.