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Sauerstoffwerte im Max-Eyth-See stabil

Feuerwehr und THW beenden Maßnahmen nach 5 Tagen

07.09.2015 Umwelt
Der Sauerstoffgehalt des Max-Eyth-Sees ist wieder auf Normalwert: Messungen am Montagmorgen des 7. September haben ergeben, dass die Sauerstoffwerte des Max-Eyth-Sees übers Wochenende deutlich gestiegen sind.

"Die Werte sind seit gestern stabil und haben sich zwischen 7 und 8 mg/l eingependelt", so Alexander Gass vom städtischen Tiefbauamt. Die Maßnahmen zur Sauerstoff-Anreicherung des Sees wurden inzwischen eingestellt.

Stadt, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) ist es mit verschiedenen Maßnahmen gelungen, den Sauerstoffgehalt des Max-Eyth-Sees binnen fünf Tagen wieder zu stabilisieren. Die Arbeiten wurden vom städtischen Tiefbauamt koordiniert und vom Amt für Umweltschutz fachlich begleitet. Auch der Württembergische Anglerverein stand unterstützend zur Seite.

Zu den Maßnahmen gehörten das Aufwirbeln von Wasser mit Booten und das Umwälzen des Wassers mithilfe von mehreren Pumpen. Zusätzlich hatte auch die Netze BW ihre Unterstützung angeboten und einen Tag lang die Quellwasser-Zufuhr aus dem Pumpwerk Hofen auf 46 Liter pro Sekunde verdreifacht. "Durch diese Sofortmaßnahmen konnten wir ein noch größeres Fischsterben verhindern", sagte Gass.

Einpumpen von Neckarwasser besonders wirksam

Als besonders wirksam stellte sich das massive Einpumpen von sauerstoffreicherem Neckarwasser heraus. Damit konnte das Wasser besser durchmischt und der Sauerstoffgehalt insbesondere in den tieferen Wasserschichten deutlich erhöht werden. "Hier hatten wir zu Beginn Sauerstoffwerte von 0 bis 0,5 mg/l", so Gass. Es zeigte sich aber auch, dass die Einleitung von Neckarwasser einige Zeit benötigt, bis sich ein Erfolg einstellt. "Eine erste positive Tendenz war erst nach acht Stunden erkennbar. Nach etwa 1,5 Tagen zeigte sich dann eine deutliche Verbesserung der Sauerstoffwerte", so Gass. Die Kombination aus mehreren Maßnahmen sei definitiv das richtige Vorgehen gewesen.

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, lobte das Engagement aller Beteiligten: "Der rasche und unermüdliche Einsatz aller Beteiligten hat Wirkung gezeigt. Mit vereinten Kräfte und sinnvoll kombinierten Maßnahmen konnten wir einen größeren Schaden verhindern. Ich danke allen für Ihren Einsatz und das hervorragende Krisenmanagement."

Der See wird weiterhin vom Zentrallabor der Stadtentwässerung Stuttgart (SES) und städtischen Mitarbeitern überwacht. Die Sauerstoffwerte werden mindestens zweimal täglich gemessen, morgens und nachmittags. "Wir werden natürlich die Entwicklung weiter beobachten. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Werte auch die nächsten Wochen stabil bleiben werden. Das kühlere und beständigere Herbstwetter kommt uns da entgegen", so Michael Fritz vom Amt für Umweltschutz.

Heiße Sommertage sorgten für starkes Algenwachstum

Während der heißen Sommermonate haben sich im Max-Eyth-See verstärkt Algen gebildet. Durch den Temperatur- und Wetterumschwung der letzten Tage sind die Algen abgestorben, der Sauerstoff wurde durch den mikrobiellen Abbau der Algen verbraucht. Dadurch sank auch der Sauerstoffgehalt des Sees. Darunter litten vor allem die Wasserlebewesen. Nach aktuellem Stand sind etwa 1,5 Tonnen tote Fische abtransportiert worden. Mit weiteren Verlusten wird gerechnet. Besonders betroffen sind Aale, Barsche, Zander und Hechte.