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Symbolischer Baustart für Olga-Areal im Stuttgarter Westen

16.10.2015 Bauen
Auf dem Areal des ehemaligen Olgahospitals entsteht bis Ende 2018 ein neues urbanes Stadt-Quartier: Mit dem Baggerbiss durch den Ersten Bürgermeister Michael Föll sind am Freitag, 16. Oktober, die Bauarbeiten offiziell gestartet.

Mitte 2016 soll der Abbruch des ehemaligen Olga-Krankenhauses abgeschlossen sein, danach beginnt die Neubebauung.

Erster Bürgermeister Föll sagte: "Das Areal wird Stuttgart-West städtebaulich zurückgegeben. Ich finde: Das wird ein tolles neues Stadtquartier, das in den Bezirk passt." Der heutige Baggerbiss habe die Dimension des Baggerbisses an der Messe auf dem Killesberg 2009. Föll sprach zudem von einer "vorbildlichen Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung des Quartiers".
Symbolischer Baustart für Olga-Areal im Stuttgarter WestenBagerbiss im Olga-Areal. Foto: Susanne Kern

Wohnen und gut leben

Bei den Planungen zur Neugestaltung des Areals wurden sowohl familien- und altersgerechte als auch sozial integrative Bedürfnisse berücksichtigt. Auf vier Baufeldern entstehen rund 220 Wohneinheiten mit Spiel- und Freiflächen und einem Lebensmittelmarkt (Vollsortimenter), die sowohl von Bauträgern als auch von privaten Bauherren in Baugemeinschaften errichtet werden. Ein Investor plant zusätzlich eine Kita und ein Familienzentrum.

Rund 16.400 Quadratmeter werden frei

Insgesamt wurde mit dem Auszug des Olga-Krankenhauses eine rund 16.400 Quadratmeter große Fläche im städtischen Eigentum frei. Bei der Quartiersplanung wurde das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) berücksichtigt.

Demnach entsteht ein Teil der geplanten Wohnungen im geförderten Wohnungsbau. Dazu gehören preiswertes Wohneigentum, Sozialmietwohnungen und Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher.

Die Stadt rechnet mit Grundstückserlösen von 16 Millionen Euro. Davon müssen Kosten für Erschließungsarbeiten, die Baufeldfreimachung sowie für die Gestaltung des öffentlichen Raumes abgezogen werden. Folglich verbleiben ca. 8 Millionen Euro als Einnahmen für die Landeshauptstadt. Davon muss die Stadt nach ersten Berechnungen mindestens 2,2 Millionen Euro für die Subvention der Wohnbauförderung aufbringen. Für die Abbruchkosten (einschl. Abbruchsteuerung) sind 5,5 Millionen Euro veranschlagt.

Der Zeitplan

August 2014: Beginn der Vermarktung
Juli 2015: Vergabe der Baufelder an Bauträger
September 2015: Beginn der abbruchvorbereitenden Maßnahmen
Oktober 2015: Vergabe der Grundstücke an private Bauherren in Baugemeinschaften
Juni 2016: Ende der Rückbauarbeiten
Mitte/Ende 2016: Voraussichtlicher Beginn Neubebauung