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OB Kuhn: Stuttgarts Ruf als kompetente, nachhaltige, innovative Metropole ausbauen

28.10.2015 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn will Stuttgarts Profil als international kompetente Metropole in Europa schärfen. Schwerpunkte legt der OB dabei auf europäische Vernetzung und globale Verantwortung.

Das erklärte Kuhn am 28. Oktober im Verwaltungsausschuss bei der Einbringung der Mitteilungsvorlage "Stuttgart - als Stadt in Europa international kompetent und nachhaltig gestaltend". Im Ausschuss wurde die Vorlage einhellig begrüßt.

Stuttgart bei NachtStuttgart am Abend. foto: Stuttgart Marketing

Die neue internationale Ausrichtung der Landeshauptstadt steht unter den Prämissen Innovation, Weltoffenheit und Nachhaltigkeit. OB Kuhn sagte: "In Stuttgart leben Menschen aus 180 Nationen, sie geben der Stadt ein internationales, ein weltoffenes Gesicht. Stuttgart ist als Technologie-, Wirtschafts- und Finanzstandort international vernetzt. Auch die Kultureinrichtungen prägen das Renommee der Stadt." Diesen Standortvorteil wolle er im globalen Wettbewerb sichern. "Daher möchte ich Stuttgart als nachhaltig und innovativ agierende Metropole weiterentwickeln und europäische wie weltweite Partnerschaften dafür nutzen", so Kuhn im Ausschuss.

Auch auf die Situation der Flüchtlinge ging Kuhn ein. Zum einen sei es wichtig, die in Stuttgart ankommenden Flüchtlinge willkommen zu heißen, möglichst gut zu betreuen und zu integrieren. Zum anderen wolle die Stadt Flüchtlinge auch in Krisengebieten unterstützen. So fördere die Stadt im Rahmen ihrer einjährigen Städtepartnerschaft mit UNICEF die Schulbildung von syrischen Kindern in der türkisch-syrischen Grenzstadt Mardin. Die Stadt prüfe, ob dieses Engagement mit einem Landes- oder Bundesprojekt über dieses Jahr der Städtepartnerschaft mit UNICEF ausgeweitet werden könne.

Kuhn sieht Stuttgart in der Welt des 21. Jahrhunderts gut aufgestellt. Damit dies so bleibt, sollen Mitarbeiter der Stadt mit engagierten Stuttgarter Bürgern zusammenarbeiten. Kuhn: "Mit einer aktiven Zivilgesellschaft bleibt Stuttgart als eine weltoffene und innovative Metropole handlungsfähig und stärkt seinen Ruf als ökologisch, wirtschaftlich und sozial gerecht agierende Stadt in Europa."

Der OB betonte, dass die zehn Städtepartnerschaften von den Bürgern Stuttgarts und der Partnerstädte getragen werden, die beispielsweise Austauschschüler aufnehmen, kreative Ideen aus anderen Kulturkreisen aufgreifen oder sich in Veranstaltungen zu Fachthemen austauschen. "Unsere Städtepartnerschaften sind lebendig. Wir wollen künftig die Partner noch stärker miteinander vernetzen und mit ihnen die internationale Ausrichtung der Stadt in Fragen ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit weiterentwickeln", so Kuhn.

Abteilung Außenbeziehung als Kompetenzzentrum

Ausgearbeitet wurde die Vorlage an den Gemeinderat von Nadia vom Scheidt, die seit Juni 2014 die internationale Zusammenarbeit im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters verantwortet. Die "Abteilung Außenbeziehungen" ist Kompetenzzentrum und Impulsgeber für international agierende Akteure der Landeshauptstadt und vernetzt diese sowohl untereinander als auch bei städtischen oder kommunal relevanten internationalen Themen auf EU-, Bundes- oder Landesebene. Die Abteilung konzipiert und organisiert Veranstaltungen und Aufenthalte von Fachdelegationen der Partnerstädte in Stuttgart und sorgt dafür, dass Austauschprojekte aus der Stadtgesellschaft entstehen und gefördert werden. Sie arbeitet im Verbund mit allen städtischen Referaten und Ämtern, Mitgliedern des Gemeinderats sowie mit Vertretern der in Stuttgart ansässigen, international orientierten Einrichtungen wie der Robert Bosch Stiftung, dem Institut für Auslandsbeziehungen und dem Europa Zentrum Baden-Württemberg europe direct, dem EU-Informationszentrum für Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart.