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"Downhill-Strecke Stuttgart" eröffnet

30.10.2015 Sport
Die Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Dr. Susanne Eisenmann, hat am Freitag, 30. Oktober, gemeinsam mit zahlreichen Vertretern der Downhill-Szene und der ausführenden Fachfirma im Dornhaldenwald "Downhill-Strecke Stuttgart" eingeweiht.

Die erste Abfahrt auf der neuen Strecke machte die Stuttgarter Downhill-Fahrerin Katrin Karkhof.

Die Strecke überwindet einen Höhenunterschied von 120 Metern und verfügt über 27 verschiedene Hindernisse. In die Planung und den Bau investierte die Stadt 175.000 Euro. Für die in einem Landschaftsschutzgebiet gelegene Strecke beginnt nun eine zweijährige Testphase, in der erste Erfahrungen mit dem Betrieb gesammelt werden.

"Heute ernten wir die Früchte unserer langjährigen Arbeit, weil alle Projektbeteiligten einen langen Atem bewiesen haben und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen ließen", sagte Bürgermeisterin Eisenmann. Das Thema einer legalen städtischen Downhill-Strecke bewegt Politik und Sportverwaltung der Landeshauptstadt seit 2006.

"Woodpecker-Trail"

Mit einem Augenzwinkern tauften die AG Downhill Stuttgart, der Streckenbauer outdoor werkstatt und die Verwaltung die rund einen Kilometer lange Abfahrt auf den Namen "Woodpecker-Trail" - in Anspielung auf die an der Strecke brütenden Spechte, die die Bauarbeiten verzögert hatten.

Die neue Sportstätte am Rand von Stuttgarts Talkessel kann sich nun sehen lassen. "Unser Streckenbauer engagierte sich bei der Umsetzung weit über das geforderte Maß hinaus. Man merkt: das Team der Firma brennt für das Thema Downhill", sagte die Bürgermeisterin.

AG Downhill: Politisch und praktisch engagiert

Mit auf den Weg gebracht hat das Projekt die AG Downhill Stuttgart, die sich seit ihrer Gründung in 2011 für die Strecke engagierte. Dazu Susanne Eisenmann: "Die AG Downhill hat dem Projekt nicht nur politisch den entscheidenden Schwung gegeben, sondern sich auch beim Streckenbau herausragend ehrenamtlich engagiert - zu Spitzenzeiten waren bis zu 18 Personen auf der Baustelle."

Stellvertretend für die gesamte AG Downhill Stuttgart bedankte sich deren Sprecher Jannick Henzler für den Bau der Strecke. "Mit der Einweihung der ersten legalen Downhill-Strecke in Stuttgart hat die AG ein großes Ziel erreicht. Um zu bewahren, was wir geschaffen haben, sind wir auch weiterhin sehr interessiert an einem guten Dialog mit den Anwohnern und der Stadt", sagte Henzler.

Rücksicht nehmen

Den Betrieb sowie die regelmäßige Prüfung und Wartung der Strecke verantwortet das Amt für Sport und Bewegung. Dessen Amtsleiter, Günther Kuhnigk, erinnert: "Unsere oberste Priorität ist ein unfallfreier Betrieb und ein gutes Verhältnis zu Waldbesuchern und Nachbarn."

Deshalb bittet Kuhnigk die Radsportlerinnen und Radsportler, ihre Fahrweise auf der Strecke ihrem Können anzupassen und Schutzausrüstung zu tragen. Dazu gehören Vollvisierhelm, Protektoren für Brust, Rücken, Ellbogen und Beine, sowie Handschuhe und Genickschutz.

Auf der Strecke sind ausschließlich Downhill, Freeride oder Enduro-Räder zugelassen. Kuhnigk bittet die Biker außerdem, die Ausleitung entlang der Karl-Kloß-Straße zu nutzen und nicht durch die Eierstraße oder das Eiernest zu fahren.

Erste Abfahrt mit Video

Die leidenschaftliche Downhill-Fahrerin Katrin Karkhof ist nach ihrer ersten Abfahrt überzeugt von der Stuttgarter Strecke: "Egal ob Profi oder Einsteiger, der Trail hat für alle Fahrer viel zu bieten." Karkhof belegte auf der Deutschen Meisterschaft Downhill 2015 in der Kategorie "Elite Women" den dritten Platz.

Hier geht's zum Video
www.facebook.com/Stadt.Stuttgart/videos/949233895149282/

Weitere Informationen

 www.stuttgart.de/downhill