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Neuer Heizspiegel erhältlich

23.11.2015 Umwelt
Der neue bundesweite Heizspiegel 2015 liegt ab sofort bei den Bezirksrathäusern und an der Rathausinfothek aus.

Er enthält Vergleichswerte für das vergangene Abrechnungsjahr, anhand derer Mieter und Eigentümer herausfinden können, ob ihre Heizkosten angemessen sind. Der bundesweite Heizspiegel der "co2online" GmbH wird vom Bundesumweltministerium gefördert und vom Deutschen Mieterbund unterstützt.

Der neue Heizspiegel beziffert je nach Heizungsart und Gebäudegröße mittlere Heizkosten zwischen 7,50 und 15 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr für bundesdeutsche Haushalte. Mehr als 21 Euro Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr sind demnach zu hoch. Dies muss nicht an ungünstigen Preisen, sondern kann am hohen Verbrauch liegen. Deshalb sollte der Heizenergieverbrauch des Gebäudes in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) berechnet und mit den Kennzahlen des Heizspiegels verglichen werden. Vor allem in schlecht isolierten Altbauten finden sich erhöhte Verbrauchswerte von über 180 kWh/m². Zum Vergleich: moderne Niedrigenergiehäuser haben nur etwa ein Drittel des Verbrauchs, Passivhäuser noch weniger.

Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr "co2online" zufolge wegen des wärmeren Klimas und dem damit verbundenen geringeren Heizenergieverbrauch sowie deutlich niedrigeren Heizölpreisen um fast zehn Prozent gesunken. Erdgas- und Fernwärmepreise sind dagegen nahezu konstant geblieben.

Das Amt für Umweltschutz weist darauf hin, dass die Energie-Rohstoffe weltweit mittel- und langfristig knapper werden, was unausweichlich zu höheren Preisen führt. Sparsames Heizen lohnt sich deshalb weiterhin für Eigentümer und Mieter. Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften sollten bei anstehenden Gebäudesanierungen auf jeden Fall die Wärmedämmung optimieren. Das städtische Energiesparprogramm stellt dafür bis zu 6000 Euro Zuschüsse je Wohnung oder Einfamilienhaus zur Verfügung. Energiesparen bedeutet durch CO2-Reduzierung immer auch Klimaschutz.

Mit der Durchführung von energetischen Sanierungsmaßnahmen können alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter einen Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen. Während die Landeshauptstadt mit ihren Liegenschaften nur vier Prozent des Energieverbrauchs in Stuttgart verursacht, verbrauchen die privaten Haushalte rund ein Drittel der Energie im Stadtgebiet. Dies unterstreicht die wichtige Rolle der Bürgerinnen und Bürger für die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart.

Das Energiekonzept der Landeshauptstadt ist auf der Internetseite www.stuttgart.de/energiekonzept verfügbar.

Der Heizspiegel ist kostenlos erhältlich bei der Umweltberatung unter Telefon 216-88600, E-Mail umweltberatung@stuttgart.de sowie als Download

 

Die Umweltberatung ist montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 13 Uhr erreichbar. Sie gibt auch Tipps zum Energie sparen beim Heizen und eine Liste der Fördermittel für Energiesparmaßnahmen heraus. Informationen zum städtischen Energiesparprogramm gibt es unter www.stuttgart.de/energiesparprogramm.

Informationen für Bauherren und Gebäudesanierer gibt es beim Energieberatungszentrum (EBZ), eine Erstberatung kann unter Telefon 61565550 vereinbart werden.

Weitere Informationen zu den Leistungen des EBZ unter
www.ebz-stuttgart.de.