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Winternotübernachtung und Kältebus

22.12.2015 Soziales
Wohnungslose Menschen können im Winterhalbjahr ab November die Zentrale Winternotübernachtung in der Hauptstätter Straße 150 mit 58 Plätzen und das Gebäude Leobener Straße 49 in Feuerbach mit 15 Plätzen aufsuchen.

Zusätzlich hat die Stadt in der Villastraße 3 im Stadtbezirk Ost eine weitere Unterkunft mit 48 Plätzen eingerichtet.

Dritte Unterkunft für wohnungslose Menschen

Aufgrund der fehlenden Plätze für wohnungslose Menschen sowohl in den Sozialpensionen wie auch in den Wohnangeboten im Rahmen des Sozialgesetzbuches (SGB XII, Paragraf 67), also den Hilfen für Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, war die Hauptstätter Straße 150 als Ausweichquartier bereits in den Sommermonaten geöffnet und durchschnittlich mit 30 Personen täglich belegt.

"Aus Sorge, ob in diesem Winterhalbjahr die zur Verfügung stehenden Plätze ausreichen, eröffnen wir noch vor Weihnachten eine dritte Unterkunft in der Villastraße 3", so die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer.

Kältebus von 22 bis 2 Uhr

Alle drei Einrichtungen werden von der Evangelischen Gesellschaft in Kooperation mit dem Caritasverband betrieben.

Außerdem wird bis Ende Februar wieder ein "Kältebus" des DRK-Kreisverbands Stuttgart eingesetzt und zwar in Nächten, in denen mit minus fünf Grad Celsius und kälter gerechnet werden muss. Der Bus ist mit jeweils zwei DRK-Helfern besetzt und fährt von 22 bis 2 Uhr zu öffentlichen Plätzen, an denen sich Wohnungslose aufhalten könnten. Die Fahrtroute beträgt rund 20 Kilometer. Falls auch im März noch besonders kalte Nächte kommen, wird eine Erweiterung des Einsatzes vereinbart.

Tee und Schlafsäcke

Die Helferinnen und Helfer schauen in dieser Zeit nach hilfebedürftigen Wohnungslosen, können diese in die Zentrale Notübernachtung bringen, weisen auf die Hilfeangebote der Stuttgarter Wohnungsnotfallhilfe hin, bieten Tee an und geben bei Bedarf Schlafsäcke oder Einmaldecken aus, die vom Sozialamt zur Verfügung gestellt werden.

Wenn hilflose Personen angetroffen werden, bei denen eine akute Selbstgefährdung vorliegt und die kein Hilfeangebot annehmen wollen, werden der Rettungsdienst und die Polizei verständigt.

Achtsam durch die Stadt gehen und Hilfe verständigen

Die Sozialverwaltung bittet auch die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe: Wenn ein wohnungsloser, augenscheinlich hilfloser Mensch angetroffen wird, sollte sofort der Notruf 112 verständigt werden.