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OB Kuhn zur Saal-Vermietung an "Demo für alle"

19.01.2016 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Kritik an der Vermietung eines Saals im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle an das "Aktionsbündnis für Ehe und Familie - Demo für alle" durch die städtische Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart zurückgewiesen.

Kuhn sagte am Dienstag, 19. Januar: "Es gibt keine rechtliche Handhabe die Vermietung zu verhindern. Solange eine Veranstaltung nicht gegen die Gesetze unseres Landes verstößt oder der Veranstalter eine verbotene Organisation ist, können wir diese nicht von der Nutzung der Liederhalle ausschließen." Die Interessengemeinschaft Christopher Street Day (CSD), Stuttgart, hatte die Vermietung an dieses Aktionsbündnis kritisiert.

OB Fritz Kuhn: "Stuttgart ist eine weltoffene und liberale Stadt"

Ungeachtet dessen erklärte Kuhn: "Ich halte inhaltlich nichts von diesem Bündnis und von der Idee, die Aufklärung über sexuelle Vielfalt verhindern zu wollen. Zu unserer Demokratie gehört aber, auch Meinungen auszuhalten, die einem nicht passen - so schwer es einem fallen mag."

Der Oberbürgermeister bekräftigte die Haltung der Stadt, die er als Schirmherr des CSD 2015 zum Ausdruck gebracht hatte:
"Stuttgart ist eine weltoffene und liberale Stadt, eine Stadt der Vielfalt, in der jeder und jede den persönlichen Lebensstil pflegen kann." Vielfalt sei für ihn Bereicherung, sagte Kuhn: "Diskriminierung und Diffamierung haben keinen Platz in unserer Mitte."

Die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft ist Betreiber des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle.