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Jetzt bewerben und für Stuttgart über den Tellerrand schauen: Projekt Salz & Suppe bringt Bürgerinnen und Bürger aller Couleur an einen (Ess-) Tisch

02.02.2016 Soziales
Das Leben in Stuttgart ist vielseitig. Menschen verschiedenster Herkunft und aus diversen Stadtteilen, die jung oder alt sind, viel oder weniger verdienen, und ganz unterschiedliche Berufe ausüben, prägen das Gesicht von Stuttgart. "Und das macht es gerade spannend", findet das Organisationsteam des städtischen Projekts Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog, das Menschen aller Couleur demnächst an einen (Ess-) Tisch zusammen bringen will, um bei einem Teller Suppe über ihre Stadt zu sprechen.

Stuttgarterinnen und Stuttgarter können sich ab Februar auf der Webseite www.salz-suppe.de oder über ausliegende Flyer in Bürgerzentren, Bibliotheken oder Stadtteil- und Familienzentren für eine Kochrunde in ihrem oder im angrenzenden Stadtbezirk bewerben, um im Dialog mit Anderen ihre ganz persönlichen Ansichten und Erfahrungen zu ihrer Stadt einzubringen.

Aktuelle Stadtthemen kommen auf den Tisch

"Beispielsweise die wachsende Vielfalt der Stadtgesellschaft und die damit verbundenen unterschiedlichen sozialen oder kulturellen Hintergründe der Bürgerinnen und Bürger bringen neue Anforderungen an das Zusammenleben mit sich", so der Initiator Ulrich Dilger vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Landeshauptstadt Stuttgart. "Wir haben uns gefragt, wie im Kontext dieser Veränderungen ein nachbarschaftliches Miteinander entstehen kann und haben so das Projekt Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog entwickelt." Aktuelle Themen wie Wohnen in Stuttgart, Integration von Flüchtlingen oder Freizeit und Erholung in der Stadt betreffen jedermann - von Arbeitssuchenden über Hausfrauen und -männer bis zu Managerinnen oder Managern. Und es sind die Bürgerinnen und Bürger selbst, die bestimmen, wie sie miteinander umgehen und in der Stadt leben möchten. Im Sinne einer offenen und solidarischen Stadt soll daher eine neue Gesprächskultur angeregt werden - über gesellschaftliche und räumliche Grenzen hinweg. Salz & Suppe fördert diesen Prozess, indem unterschiedlichste Menschen aus Stuttgart an einen (Ess-) Tisch zusammen kommen und über Themen sprechen, die sie in ihrer Stadt bewegen.

So funktioniert Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog

Unter allen Bewerberinnen und Bewerbern werden die Teilnehmenden aus möglichst unterschiedlichen Lebensbereichen für jeweils vier Quartiers-Kochabende pro Gruppe ausgewählt, die im Juni immer mittwochs umgesetzt werden. Je sechs Bürgerinnen und Bürger kommen dann am Abend zusammen, um im Stadtteil ihres Treffpunkts einen kleinen Stadtteilspaziergang zu machen und sodann - in der Küche des Gastgebers oder an einem öffentlichen Ort - gemeinsam Suppe zu kochen und über aktuelle, stadtbezogene Herausforderungen zu sprechen. So kann der alteingesessene Stuttgarter Manager mit einer Alleinerziehenden in Kontakt treten, der Rentner mit dem Studierenden ins Gespräch kommen oder der Arbeitssuchende auf den Arbeitgeber treffen - alles ist möglich und erwünscht, denn wer in derselben Stadt lebt, hat auch gemeinsame Themen wie beispielsweise Mobilität, Wohnen, Integration, Zusammenleben von Jung und Alt, Freizeit und Erholung oder die Facetten eines gesunden, urbanen Lebens.

Gemeinsam Stuttgart neu entdecken und gestalten

Wer ist welcher Meinung? Gibt es einen gemeinsamen Nenner, ganz neue Blickwinkel oder Ansätze? Bei der gemeinsamen Suppe sollen Teilnehmende gemeinsam mit einem Moderator buchstäblich über den Tellerrand schauen. Die Ergebnisse, die sich aus den Kochrunden entwickeln, können so vielseitig und bunt sein wie ihre Teilnehmenden. So hält das Projektteam es auch für möglich, dass als Ergebnis der Gespräche gemeinsame Anforderungen formuliert, neue gesellschaftliche Lösungsansätze entwickelt oder gar gemeinsame Initiativen oder Aktionen angestoßen werden können. Aber auch wenn sich "einfach nur" persönliche Kontakte entwickeln, Horizonte erweitert oder andere Seiten manch einer Medaille entdeckt werden, wäre viel erreicht. Schließlich stehen im Vordergrund die erfolgreiche Vernetzung ganz unterschiedlicher Bürgerinnen und Bürger und die Förderung eines gesellschafts- und stadtteilübergreifenden Dialogs und Miteinanders.

Salz & Suppe bald auch in anderen Städten?

Die Prozesse und Ergebnisse der Gespräche werden in einer Publikation dokumentiert und im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklung bundesweit bekannt gemacht. Vielleicht finden Salz & Suppe Kochrunden daher schon bald auch in anderen Kommunen Deutschlands statt. Für das Projekt werden weiterhin Partner zur Umsetzung und Bewerbung des Formats sowie für das Sponsoring kleiner Teilbausteine gesucht. Interessenten für Partnerschaften erhalten weitere Informationen unter www.salz-suppe.de.

Über Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog

Salz & Suppe ist das Ergebnis des Projektaufrufs "Städtische Energien - Zusammenleben in der Stadt" im November 2014. In diesem Jahr suchte die Nationale Stadtentwicklungspolitik nach beispielhaften Projekten für innovative Formen des Zusammenlebens in Stadt und Quartier mit Impulsen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. "Salz & Suppe - Milieuübergreifender Dialog Stuttgart" wurde als eines von sechzehn Projekten unter bundesweit 250 Bewerbungen ausgewählt und wird bis Ende 2017 durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziell zu 50% gefördert. Die weiteren 50% werden durch die Stadt Stuttgart getragen. Das Projekt wird von einem engagierten, zweiköpfigen Projektteam der Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit einem Büro-Netzwerk aus Stuttgart umgesetzt.

www.salz-suppe.de