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Baggerbiss für den Neubau von Haus F am Standort Katharinenhospital

29.02.2016 Bauen
Mit dem Neubau von Haus F startet gleichzeitig auch der 2. Bauabschnitt für den Zentralen Neubau (ZNB) des Klinikums Stuttgart am Standort Katharinenhospital. Die Vorabmaßnah­men für den Neubau sind bereits abgeschlossen, die Fertigstellung ist für Ende 2018 termi­niert.

Nachdem seit Januar 2016 zwei Klinikgebäude an der Kriegsbergstraße entkernt wurden, folgte heute (29. Februar 2016) der erste Baggerbiss für den Neubau von Haus F durch Bürgermeister Werner Wölfle. "Nach der Inbetriebnahme der neuen Strahlentherapie und des Modulbaus auf dem Gelände des Katharinenhospitals Mitte des letzten Jahres und der Schließung des Standortes Bürgerhospital zum Jahreswechsel bringen wir heute den nächsten Schritt zur strukturellen und medizinischen Neuordnung des Klinikums Stuttgart auf den Weg", so Wölfle.

Baggerbiss für den Neubau von Haus F am Standort Katharinenhospital durch Bürgermeister Werner Wölfle. Foto: Lichtgut/Leif PiechowskiBaggerbiss für den Neubau von Haus F am Standort Katharinenhospital durch Bürgermeister Werner Wölfle. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Ab September wird der Rohbau gebaut

"Mit der BAM Deutschland AG haben wir einen hochkompetenten Generalübernehmer für das Bauprojekt gewonnen", betonte der Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart, Dr. Ralf Michael Schmitz.

Es beginnt jetzt der Abbruch der beiden Klinikgebäude, (ehemaliges Gebäude der Urologie und alte Strahlentherapie), der voraussichtlich bis zum Sommer dauern wird. Im August soll die Baugrube ausgehoben werden, bevor dann im September der Beginn des Rohbaus folgt.

Geräuscharme Maschinen und Wasserstrahler zur Staubbindung

Dabei sind die einzelnen Abbruchphasen sehr genau geplant, um den Krankenhausbetrieb in den umliegenden Gebäuden so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Ein Ingenieurbüro wurde eigens beauftragt, ein Konzept für den Abbruch auszuarbeiten. Darin sind auch Maßnahmen für den Staub- und Lärmschutz enthalten. So wird zum Beispiel möglichst oft auf Meißel verzichtet, da diese sehr laut sind. Stattdessen erfolgt der Abbruch mit Zangen.

Zudem werden besonders geräuscharme Maschinen eingesetzt und Fahrwege für Baustellenfahrzeuge möglichst weit entfernt von Nachbargebäuden geplant. Um die Staubbelastung so gering wie möglich zu halten, wird der Abbruch von Wasserstrahlern begleitet werden. Beeinträchtigungen können dennoch leider nicht ganz vermeiden. Im Zweifelsfall geht der Klinikbetrieb aber immer vor.

Mehr als 16.000 Quadratmeter Nutzfläche

Ende 2018 soll der Neubau fertig gestellt sein. Das Haus F bietet dann auf neun Ebenen und insgesamt mehr als 16.000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für Funktions- und Interventionsräume für folgende medizinischen Bereiche vorgesehen: Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie, Strahlentherapie und Radioonkologie,
Intensivmedizin, Hämatologie und Onkologie mit Stuttgart Cancer Center (SCC) - Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl, Herz- und Gefäßkrankheiten, Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Pneumologie. Auch werden dort die Technikzentrale und diverse Serviceeinrichtungen einziehen.

Innovatives Gebäudekonzept und modernste Medizintechnik

Neben dem zukünftigen Haupteingang für den kompletten Standort Mitte wird das neue Gebäude auch eine viergeschossige Verbindungshalle beherbergen, die als Zugang zu den angrenzenden Klinikgebäuden dienen wird. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich nach derzeitigen Berechnungen auf rund 127 Millionen Euro. Noch vor Fertigstellung des Projekts soll damit begonnen werden, umliegende Gebäude grundlegend zu sanieren und umzubauen.

"Wir möchten mit Haus F des Katharinenhospitals ein richtungsweisendes innovatives Gebäudekonzept realisieren, das den Ansprüchen der Mitarbeiter und Patienten unter Inanspruchnahme modernster Medizintechnik zukünftig vollauf gerecht wird"; so das Fazit von Alexander Naujoks, Vorstandsvorsitzender der BAM Deutschland AG.