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Wir können Integration!

04.03.2016 Aktuelles
Fachleute der kommunalen Integrationspolitik aus ganz Deutschland haben am 29. Februar und 1. März in Nürnberg über Strategien zur Flüchtlingsintegration beraten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen, dass Bund, Länder und Stiftungen derzeit mit großem Engagement Integrationsprogramme für geflüchtete Menschen entwickeln. "Eine Umsetzung dieser Programme wird umso erfolgreicher sein, wenn die Kommunen bereits bei der Planung beteiligt werden", erklärte Gari Pavkovic, Sprecher des Qualitätszirkels zur kommunalen Integrationspolitik und Integrationsbeauftragter der Landeshauptstadt Stuttgart.

Neue Strategie nicht nötig - bewährte Instrumente

Es geht darum, den Geflüchteten so schnell wie möglich Deutschkurse sowie Kita- und Schulplätze anzubieten und den Zugang in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen, damit sie hier Fuß fassen können.

"Wir Kommunen können Integration - aber nicht zum Nulltarif", sagte der gastgebende Oberbürgermeister Dr. Maly aus Nürnberg. Auch wenn die Flüchtlingszahlen eine neue Herausforderung für die Städte, Kreise und Gemeinden sind - im Grundsatz sind auch die neuen Aufgaben der Flüchtlingsintegration mit den bewährten Instrumenten der kommunalen Integrationspolitik zu bewältigen.

Eine neue Strategie ist gar nicht nötig. Darin waren sich die 30 Integrationsbeauftragten mit weiteren Fachleuten aus Landes- und Bundesbehörden, Stiftungen und Wissenschaft einig.

Ehrenamtliches Engagement "stille soziale Revolution"

Bestätigung ihrer Forderungen erhielten die Integrationsbeauftragten durch den Migrationsforscher Herrn Professor Dr. Klaus Bade, der zudem das unschätzbar große ehrenamtliche Engagement als "stille soziale Revolution" bezeichnete. In seinem Beitrag betonte er:

"Integration muss immer von unten nach oben buchstabiert werden. Integration passiert nur auf der kommunalen Ebene. Deswegen müssen die Entscheidungen dort gefällt werden. Und deswegen müssen die nötigen Ressourcen dorthin! Die Kommunen können das."

30 Städte und Landkreise beteiligt

Der kommunale Qualitätszirkel zur Integrationspolitik ist ein Zusammenschluss von Integrationsbeauftragten aus 30 deutschen Städten und Landkreisen, mit Experten der Landes- und Bundesbehörden, wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Stiftungen.

Der von der Landeshauptstadt Stuttgart koordinierte Arbeitskreis erarbeitet Handlungsempfehlungen zu zentralen Integrationsthemen
http://www.stuttgart.de/item/show/385012.