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"What's UB Stuttgart"-Projektaufruf fördert Ideen und temporäre Räume für Sub- und Alternativkultur

In Stuttgart ist es für alternative und subkulturelle Gruppen immer schwerer, vorübergehend Räume zu bekommen. Mit einem Aufruf des Pilotprojekts "What's UB Stuttgart" werden nun Ideen gesucht, Räume für nichtkommerzielle Kulturgruppen zu finden.

Die Anträge für die erste Ausschreibung müssen spätestens bis Dienstag, 31. Mai, bei der Hochschule für Technik Stuttgart (HfT) eingereicht werden.

"What's UB Stuttgart" bietet Fördermittel bis zu 3000 Euro pro Projekt. Auch Gruppen, die mit ihrem Angebot in einer Regelförderung sind, können für besondere zusätzliche Aktionen diese Mittel beantragen. Angesprochen sind alle Gruppen der Sub-, Jugend- sowie Alternativkultur, die temporäre Projekte mit einem Mehrwert für den jeweiligen Stadtteil initiieren. Vielfältige Freiräume für subkulturelle Aktivitäten und alternative Kultur sind für Stuttgart jedoch unverzichtbar. Vor kurzem musste der Verein "contain't" seinen Standort aufgeben, zunächst ohne weitere Perspektive. Für ein kreatives Milieu ist der Wirtschaftsstandort mit seiner ausgeprägten kreativen Industrie und der breit gefächerten Bildungs- und Forschungslandschaft nur attraktiv, wenn der sogenannten kreativen Klasse ausreichende Entfaltungs- und Erlebnismöglichkeiten zur Verfügung stehen.

"What's UB Stuttgart" wird als Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert. Ziel der Stadt ist es, die Belange der Subkultur auch bei Maßnahmen der Stadtentwicklung und Stadterneuerung stärker zu berücksichtigen.

Das Zentrum für Nachhaltige Stadtentwicklung der Hochschule für Technik Stuttgart erforscht zusammen mit dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung die Rahmenbedingungen, unter denen für Sub- und Alternativkultur in einer so dichten und hochpreisigen Stadt wie Stuttgart Räume gewonnen oder erhalten werden können. Es wird zudem der Frage nachgegangen, welche Wirkung Subkultur auf Quartiere und deren Bewohnerschaft haben kann. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein Beirat aus Vertretern der Subkultur, der Jugendkultur, der Stadterneuerung, der Wirtschaftsförderung und des Kulturamts.

Das Projekt leiten Dr.-Ing. Detlef Kurth und Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp von der HfT, die Koordination liegt bei Dipl. Ing. Anna Sauter von der HfT sowie Martin Holch und Marijana Curic vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung. Informationen zur Teilnahme und Antragsformular bei Anna Sauter, anna.sauter@hftstuttgart.de sowie unter www.whatsub-stuttgart.de.