Presse
  •  

Ferienlerncamp für Kinder mit Sprach- und Lernschwierigkeiten im Hallschlag

31.03.2016 Kinder/Jugend
Die lokalen Bildungsakteure am Modellstandort Hallschlag der Bildungsregion Stuttgart haben ein einwöchiges Ferienlerncamp für Kinder mit Lernschwierigkeiten entwickelt. Stefanie Ender und Michael Benda vom Bildungsbüro der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft sowie Helena Trambale, Waldorfpädagogin von der Interkulturellen Bildungsinitiative (IBIS), haben das Konzept des Lerncamps am Donnerstag, 31. März, vorgestellt.

Spielerisches Lernen steht beim Ferienlerncamp im Stadtteil Hallschlag im Mittelpunkt. Während der Osterferien-Woche können dort Kinder in einem freiwilligen Programm ihre Sprachkompetenz ausbauen.

Modellstandort der Bildungsregion

"Die Idee dabei ist, den Kindern die Lerninhalte mit Spaß und Kreativität zu vermitteln", sagt Projektleiterin Stefanie Ender. Angesprochen sind Kinder aus dem Stadtteil, die die Altenburgschule, die Carl-Benz-Schule, die Steigschule sowie die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe besuchen und die Unterstützung der Beratungsstellen des Jugendamts benötigen.

Die Kinder kommen aus sozial und finanziell benachteiligten Familien, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können. Der Stadtteil Hallschlag ist neben den Stadtbezirken Nord, Untertürkheim und Wangen Modellstandort der Bildungsregion.

Kreative, spielerische und musische Elemente

Ein wichtiger Partner ist die Interkulturelle Bildungs-Initiative (IBIS), die im Hallschlag eine Waldorf-Kindertagesstätte betreibt. Ein Konzeptteam von fünf Waldorf-Pädagogen aus ihren Reihen ist federführend für den Lernteil am Vormittag zuständig. Über Geschichten aus dem Alltag sowie kreative, spielerische und musische Elemente sollen die Kinder an fünf Lernstationen zum Sprechen angeregt werden und somit eine Woche lang intensiv die deutsche Sprache üben.

Gleichzeitig unterstützen angehende Lehrerinnen, die derzeit an der Pädagogischen Hochschule studieren, sowie ehrenamtliche Betreuungskräfte aus dem Stadtteil das Projekt, indem sie die einzelnen Stationen betreuen und die Kinder den Tag über begleiten. "Ich finde, es ist ein tolles Projekt, in dem das einzelne Kind im Vordergrund steht und staatliche Pädagogen mit Waldorfpädagogen zusammenarbeiten", sagt Waldorf-Pädagogin Helena Trambale.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die Nachmittage gestalten der Abenteuerspielplatz Mauga-Nescht und das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag mit einem erlebnispädagogischen Programm. Themen wie Natur und Umwelt, Medien sowie Sport und Bewegung stehen im Mittelpunkt.

Das Land Baden-Württemberg fördert seit September 2009 aus Mitteln der Qualitätsoffensive Bildung den landesweiten Aufbau von Bildungsregionen. Die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft setzt das Programm als Bildungsbüro für Stuttgart um. An den Standorten der Bildungsregion soll modellhaft gezeigt werden, wie lokale Bildungsverbünde gemeinsam Verantwortung übernehmen können, um Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine ermutigende Bildungsbiografie zu ermöglichen.

Im Hallschlag treffen sich die lokalen Bildungsakteure regelmäßig in der Themengruppe Bildung, die vom Stadtteilmanagement und der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft gemeinsam moderiert wird. Dort entstand in einer Bildungswerkstatt die Idee zum Ferienlerncamp.

Projekt im Programm Bildungsregion Stuttgart

Das Projekt ist im Rahmen des Programms Bildungsregion Stuttgart unter Federführung der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft entstanden und wird von der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg gefördert.

Ansprechpartnerin und -partner bei der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft sind Stefanie Ender, Telefon 216-98531, E-Mail stefanie.ender@stuttgart.de und Michael Benda, Telefon 216-98530, E-Mail michael.benda@stuttgart.de .