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Zahl der Pflegebedürftigen angestiegen - Neues Monatsheft des Statistischen Amtes

06.04.2016 Aktuelles
Das neue Monatsheft 2/2016 des Statistischen Amts legt einen Schwerpunkt auf die Pflegestatistik und die aktuelle Einwohnerentwicklung. Auf der Basis der neuesten Zahlen der Pflegestatistik aus dem Jahr 2013 wird die Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen in Stuttgart, insgesamt 1309 Personen, einer detaillierten Betrachtung unterzogen.

Dabei wird unterschieden zwischen den verschiedenen Arten der Pflege (ambulant, vollstationär, teilstationär, Kurzzeit, private Pflege) und den drei Pflegestufen. Außerdem wird die Entwicklung bei Männern und Frauen getrennt betrachtet. Ebenso wird die Angebotsseite im Pflegebereich (Personal, Pflegeplätze) dargelegt. Schließlich werden die Stuttgarter Entwicklungen im Pflegebereich mit denen in der Region und in Baden-Württemberg verglichen.

Zwei Drittel werden zu Hause gepflegt

Interessant ist, dass es zwischen 1999 und 2007 keine großen Schwankungen in den Zahlen gab. Erst 2011 und 2013 sind mehr Pflegedürftige zu verzeichnen. Von 2009 auf 2001 stieg die Zahl um 14 Prozent, von 2011 auf 2013 um 4,9 Prozent. Im Jahr 2013 wurden 21,5 Prozent der Pflegebedürftigen von ambulanten Diensten zu Hause versorgt, 36,7 Prozent stationär, und 41,8 Prozent erhielten Pflegegeld für die häusliche Pflege. Damit wurden laut der Studie in Stuttgart rund zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. Insgesamt sind mit 8670 deutlich mehr Frauen unter den Pflegebedürftigen als Männer mit 4939.

Einwohnerzahl steigt

Das zweite Schwerpunktthema des Monatshefts befasst sich mit der aktuellen Einwohnerentwicklung Stuttgarts 2015. Stuttgart hat 2015 die 600 000-Einwohner-Marke überschritten und bereits im sechsten Jahr in Folge Einwohnergewinne zu verzeichnen. Diese sind, wie in dem Aufsatz detailliert nachgewiesen wird, weit überwiegend durch Wanderungsgewinne aus dem Ausland und zu einem kleinen Teil auf einen Geburtenüberschuss zurückzuführen. Gleichzeitig hat sich die Abwanderung in das Umland von Stuttgart wieder verstärkt und der Stadt mit einem Saldo von minus 4400 Personen den höchsten Wanderungsverlust seit 1994 eingebracht.

Das Monatsheft Nr. 2/2016 ist beim Statischen Amt, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Telefon 216-9 85 87, Fax 216-9 85 70, im Internet unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem oder per E-Mail an komunis@stuttgart.de zum Preis von 4 Euro erhältlich.