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Schülerhaus der Schwabschule eröffnet Gartensaison am Bismarckplatz mit Umweltbürgermeister Peter Pätzold

06.04.2016 Kinder/Jugend
Für zwölf Grundschulkinder des Schülerhauses der Schwabschule in Stuttgart-West ist am 6. April die praktische Phase eines Urban-Gardening-Projektes gestartet. Beim Aussäen der Samenmischungen "Schmetterlings- und Wildbienensaum", "Bunter Saum" und "Wärmeliebender Saum" und beim Pflanzen der Kräuter in der Grünanlage beim Bismarckplatz wurden sie von Umweltbürgermeister Peter Pätzold tatkräftig unterstützt.

Künstlerisch-naturpädagogisches Projekt

Seit Februar dieses Jahres engagieren sich die Kinder und ihre Betreuerinnen in diesem Gartenprojekt. In einem Workshop mit der Projektleiterin Elisabeth Schiller, Umweltberaterin und Umweltpädagogin im Amt für Umweltschutz, haben sie für ihre Beete den Namen "Unsere bunte Blumenwelt" gewählt. Was im vergangenen Jahr mit zwei kleinen Kräuter- und Blumenbeeten begann, wird dieses Jahr an umweltpädagogischen und künstlerisch-naturpädagogischen Projekttagen vertieft und ausgebaut. Die Wünsche der Kinder fließen dabei mit ein.

Nach der Pflanz- und Aussaataktion ist erst einmal für ein paar Wochen Geduld angesagt, die Beete müssen feucht gehalten werden, und die Kinder sehen, wie die Samen aufgehen und die Pflanzen wachsen. Sie lernen Verantwortung übernehmen für ihre Pflanzen.

Projekt 'Unsere bunte Blumenwelt' urbanes Gärtnern am Bismarckplatz, Schülerhaus der Schwabschule.Projekt 'Unsere bunte Blumenwelt' urbanes Gärtnern am Bismarckplatz mit Kindern der Schwabschule. Von links: BM Peter Pätzold, Bezirksvorsteher S-West Reinhard Möhrle, Amtsleiter Amt für Umweltschutz Hans-Wolf Zirkwitz sowie im Hintergrund Projektleiterin Elisabeth Schiller, Amt für Umweltschutz. Foto: Horst Rudel

Weitere Projekttage geplant

Weitere Projekttage sind geplant. Einige Beispiele dazu: Die Kinder können die Vielzahl der Wildblumen erleben, einzelne Blütenpflanzen und die ökologischen Zusammenhänge von Blüten und Insekten kennenlernen und die Erfahrung künstlerisch umsetzen, Wild- und Honigbienen erleben, Tiere im Boden erforschen, gebrauchte Joghurtbecher und Plastikflaschen zu Pflanzgefäßen "upcyceln" und damit das angrenzende Bauschild schmücken. Auch kulturelle, soziale und ökonomische Fragen werden beleuchtet: Senioren werden interviewt: Wie haben sie früher gegärtnert, Migranten und Einheimische tauschen sich aus: welche Kräuter und Wildblumen wachsen in anderen Ländern und wo kommt zum Beispiel unser Honig her?

Unterstützung erhalten die jungen Gärtner durch das Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Die Beete wurden erweitert und vorbereitet, bei der Aussaat wird fachmännisch geholfen. Die Naturschutzstiftung Rosina und Franz Greiling unterstützt dieses Projekt finanziell.