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Schwimmkurse für Geflüchtete gestartet

27.04.2016 Aktuelles
Die Arbeitsgemeinschaft Schwimmsporttreibender Vereine Stuttgart, das Amt für Sport und Bewegung, die Bäderbetriebe und das Jugendamt haben das Pilotprojekt "Anfängerschwimmen für Flüchtlinge" ins Leben gerufen.

Seit März 2016 finden jeden Donnerstag zwei Kurse mit jeweils acht Geflüchteten im Hallenbad Bad Cannstatt statt. Die Idee für das Projekt gab es schon seit einiger Zeit, da viele junge Asylbewerber nicht schwimmen können.

Schwimmtraining macht Spaß und sorgt für Sicherheit

Das Projekt kommt bei den Teilnehmern sehr gut an. "Die Flüchtlinge sind sehr engagiert dabei, das Schwimmtraining macht ihnen viel Spaß und wir arbeiten daran, dass auch weitere Asylsuchende die Möglichkeit zur Schwimmausbildung bekommen", berichtet Alexander Wolff, Erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schwimmtreibender Vereine Stuttgart. Auch der Leiter der Hallen- und Freibäder, Lars Mühlig, ist froh, dass das Kooperationsprojekt zustande kam.

Wassertiefe wird oft falsch eingeschätzt

Flüchtlinge, die die Stuttgarter Bäder nutzen, schätzten aufgrund ihrer Unkenntnis die Wassertiefe oft falsch ein, was lebensgefährlich sein kann. "Wir hatten in den letzten Monaten eine deutlich gestiegene Anzahl an Badeunfällen, jedoch keine schwerwiegenden. Insbesondere in Hallenbädern, in deren Nachbarschaft sich Flüchtlingseinrichtungen befinden", berichtet er.

Teilnehmer helfen sich gegenseitig

Angeleitet werden die Schwimmstunden von einem syrischen Schwimmlehrer. Sprachbarrieren spielen im Wasser keine Rolle - wenn jemand etwas nicht versteht, helfen sich die Teilnehmer gegenseitig. Pünktlich zur Freibadsaison wird das Angebot fortgesetzt, so dass immer mehr Asylbewerber das umfangreiche Bäderangebot in der Landeshauptstadt gefahrenlos nutzen können.