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Zweiter "Runder Tisch Landwirtschaft" im Stuttgarter Rathaus

27.04.2016 Aktuelles
Nach erfolgreichem Auftakt im März 2015 fand am Dienstag, 26. April, der zweite "Runde Tisch Landwirtschaft" im Stuttgarter Rathaus statt. Unter der Leitung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stuttgarter Landwirte sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger der Stadtverwaltung zum gemeinsamen Austausch.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die knapp 200 in Stuttgart ansässigen Landwirte tragen für eine Stadtfläche von etwa 2500 Hektar Verantwortung. Mit ihrer Bewirtschaftung sorgen sie nicht nur für frische und regionale Produkte, sondern tragen auch zur Landschaftspflege, zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Naherholungsqualität bei. Damit die Landwirte auch künftig dieser verantwortungsvollen Aufgabe nachkommen können, haben wir am Runden Tisch aktuelle Themen und Problemfelder besprochen. Gemeinsam konnten wir klären, wo Handlungsbedarf besteht und wie sich die Stadtverwaltung auch künftig für die Belange der Stuttgarter Landwirte einsetzen kann."

Zweiter 'Runder Tisch Landwirtschaft' im Stuttgarter RathausZweiter 'Runde Tisch Landwirtschaft' im Rathaus - u.a. mit Klaus Brodbeck, Kreisvorsitzender Bauernverband Stuttgart e.V. (vordere Reihe, Dritter von links) und, rechts daneben v.l.n.r., Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Mirjam Schuhmacher, Geschäftsführerin Bauernverband Stuttgart e.V., und Ines Aufrecht, Leiterin der städtischen Wirtschaftsföderung. Foto: Sebastian Berger

Reinhaltung und Schonung landwirtschaftlicher Flächen

Ein erstes wichtiges Fazit des Abends: Einige Handlungsfelder aus 2015 sind in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich umgesetzt worden. So veröffentlichte die städtische Wirtschaftsförderung einen Flyer zur Sensibilisierung von Hundebesitzern für die Reinhaltung und Schonung landwirtschaftlicher Flächen.

Daneben wurden notwendige Reparaturen auf Feldwegen, Grabenfreilegungen und Heckenrückschnitte vorgenommen, die nunmehr die Arbeit der Landwirte erleichtern.

Pflege der Kulturlandschaft

Auch im Vorfeld des zweiten "Runden Tisches" hatten die Stuttgarter Landwirte ihre Themenvorschläge in die Agenda eingebracht. Vorgetragen wurden sie vom Kreisvorsitzenden des Bauernverband Stuttgart e.V., Klaus Brodbeck:

"
Wir sind froh, dass die Stuttgarter Bauern und Wengerter von der Stadtverwaltung in ihrer wichtigen Aufgabe für die Bevölkerung und Kulturlandschaft wahrgenommen werden. Auch in diesem Jahr beschäftigt uns eine große Bandbreite von Themen - vom Steillagenprogramm der Landeshauptstadt für die Weinberge über Marktrechte bis hin zur Fuchspopulation. Am 'Runden Tisch' haben wir ein offenes Ohr für unsere Anliegen erhalten und konstruktive Vorschläge für ein weiteres, gemeinsames Vorgehen besprochen."

Fütterungsverbot für Krähen?

So wurde beispielsweise diskutiert, wie die Pflege von Gewässerrandstreifen in Einklang mit dem Naturschutzgesetz und für die Landwirte gut handhabbar durchgeführt werden kann. Beim Thema "Sanierung von Trockenmauern in Steillagen" konnte seitens der Verwaltung dargelegt werden, dass die Sanierung grundsätzlich bei Eingriffen nach Bundesnaturschutzgesetz im Rahmen des Ökokontos verrechnet werden kann.

Gleichzeitig wurden die Bedingungen für die Verrechnung und die daraus resultierenden Bindungen für die Landwirte dargestellt. Des Weiteren wird die Verwaltung prüfen, ob ein Fütterungsverbot für Krähen in einer Polizeiverordnung aufgenommen werden kann. Dies vor dem Hintergrund, dass die Vögel nach Auskunft der Landwirte erhebliche Schäden beim Anbau von Nutzpflanzen verursachen.

Beteiligte und Experten an einem Tisch

Neben Klaus Brodbeck und der Geschäftsführerin Mirjam Schuhmacher waren acht Vorstandsmitglieder sowie acht Ortsobmänner des Bauernverband Stuttgart e.V. am Runden Tisch vertreten.

Von Seiten der Stadtverwaltung nahmen neben Oberbürgermeister Fritz Kuhn Vertreterinnen und Vertreter des Amts für Liegenschaften und Wohnen, des Amts für öffentliche Ordnung, des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung, des Amts für Umweltschutz, Garten-, Friedhofs- und Forstamts, des Tiefbauamts sowie der Wirtschaftsförderung teil.

Ansprechpartner für Stuttgarter Landwirte

Veranstaltet wurde der zweite "Runde Tisch Landwirtschaft" wie im vergangenen Jahr von der städtischen Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart. In Form einer "freiwilligen Aufgabe" steht die städtische Wirtschaftsförderung mit der Leiterin Ines Aufrecht und der Projektleiterin Uta Dickertmann den Stuttgarter Landwirten als Ansprechpartner und "Kümmerer" zur Seite. Dies gilt für alle Anliegen, die die Stadt Stuttgart betreffen. Das Amt für Liegenschaften und Wohnen ist weiterhin Ansprechpartner für alle hoheitlichen Aufgaben.

Für das Frühjahr 2017 ist ein dritter "Runder Tisch Landwirtschaft" im Stuttgarter Rathaus geplant.

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