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Neues Projekt im Rahmen der UNICEF-Städtepartnerschaft - Spielmobil für Stuttgarter Flüchtlingskinder

12.05.2016 Aktuelles
Mit Spenden aus der UNICEF-Städtepartnerschaft wird ein Spielmobil für Kinder in Flüchtlingsunterkünften und in deren Nachbarschaft finanziert. Das neue Stuttgarter Projekt ergänzt die bisherigen internationalen UNICEF-Projekte in Kairo, Mardin und Burundi, die während des Partnerschaftsjahres mit Spenden aus Stuttgart unterstützt werden.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte dazu am 12. Mai: "Kinder, die mit ihren Familien bei uns Schutz gesucht und gefunden haben, sind Stuttgarter Kinder. Das Spielmobil gibt den Kindern in den Unterkünften Möglichkeiten zum Spielen und zum Kennenlernen der Nachbarskinder. Das trägt zur Integration bei und unterstreicht die Kinderfreundlichkeit unserer Stadt."

Alle Kinder einbinden und Integration fördern

In Stuttgart leben derzeit rund 2.900 Kinder und Jugendliche in Flüchtlings- und Notunterkünften. Dies meist unter beengten Bedingungen. Möglichkeiten zu Spiel und Bewegung sind dort eingeschränkt. Mit den Spenden der Kinderstadt soll ein Spielmobil - analog der stadtbekannten Mobifanten - auf den Weg gebracht und unterhalten werden, das speziell Flüchtlingsunterkünfte anfährt. Dabei sollen auch jeweils die Kinder aus der Nachbarschaft eingebunden und so die Integration gefördert werden.

Förderung von der Porsche AG

Das Spielmobil kostet mit Anschaffung, Ausstattung und Unterhalt rund
104.000 Euro. "Porsche möchte dazu beitragen, die Situation von Kindern zu verbessern und Kinderrechte zu stärken", sagte Andreas Haffner, Mitglied des Vorstandes Personal- und Sozialwesen der Porsche AG. Deshalb hat die Porsche AG als Hauptförderer bereits eine Spende von 50.000 Euro für das Spielmobil zugesagt. Somit kann das Projekt noch vor den Sommerferien an den Start gehen.

Wieder ein Stück Stabilitiät und Alltag

Die Kinderbeauftragte der Stadt Stuttgart Maria Haller-Kindler erläuterte: "Um mit ihren Fluchterfahrungen und der neuen Lebenssituation fertig zu werden, brauchen Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, wieder ein Stück Stabilität und Alltag - und die Chance zum Spielen. Spielen hilft ihnen, wieder unbeschwert zu sein, Neues zu lernen und ihre Stärken und Fähigkeiten zu spüren." Und weiter: "Im Spiel können sie lernen, Konflikte zu lösen, ihre Möglichkeiten zu testen, sich mit anderen Kindern austauschen und einfach für eine Weile wieder Kind sein."

Das Fahrzeug ist ein Bus, vollgepackt mit unterschiedlichen Spielmaterialien. Betreut wird das Spielmobil wie die bisherigen Mobifanten von pädagogischen Fachkräften der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft. UNICEF wird die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Busses für die besondere Situation der Kinder mit Fluchterfahrung schulen. Außerdem stellt UNICEF für die pädagogische Arbeit zusätzlich Kisten mit Spielsachen zur Verfügung, die besonders für Kinder mit Fluchterfahrung geeignet sind.

Stuttgart ist UNICEF-Kinderstadt

Stuttgart ist seit November 2015 ein Jahr lang offizieller Städtepartner von UNICEF, dem Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen. Mit Aktionen und Veranstaltungen sammeln Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Schulen, Vereine und Institutionen während des Partnerschaftsjahres Spenden für UNICEF-Projekte. Bislang sind Spenden in Höhe von 200.000 Euro eingegangen. Ziel ist eine Gesamtspendensumme von 600.000 Euro.

"Wir sind auf einem guten Weg, unser Spendenziel zu erreichen. Ich bitte Sie, helfen Sie alle mit, dass wir es auch schaffen und die Projekte für die Kinder umgesetzt werden können.", appelliert Oberbürgermeister Fritz Kuhn an die Bürgerinnen und Bürger.

Schutz und psychosoziale Versorgung verbessern

Die internationale Hilfe von UNICEF wird in drei Ländern unterstützt: die Spenden fließen in UNICEF-Gesundheitsprojekte in Stuttgarts ägyptischer Partnerstadt Kairo, innovative Projekte im Partnerland von Baden-Württemberg Burundi und Bildungsprojekte für syrische Flüchtlingskinder in der türkischen Provinz Mardin.

Das Projekt für Flüchtlingskinder in Stuttgart kommt neu hinzu. Es ist Teil einer gemeinsamen Initiative von UNICEF mit dem deutschen Familienministerium. Angesichts der Flüchtlingskrise bringt UNICEF sein Wissen und seine Erfahrungen auch in Deutschland ein, um den Schutz und die psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen zu verbessern.

Nähere Informationen zu geplanten Aktionen und zu den Projekten: www.stuttgart.de/unicef-kinderstadt.