Presse
  •  

Dialog am Esstisch: Projekt "Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog"

24.05.2016 Aktuelles
Mit dem Projekt "Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog" startet die Stadt Stuttgart eine innovative Form der Bürgerbeteiligung: An Stuttgarter (Ess-)Tischen werden stadtweit Dialoge über soziale, kulturelle und räumliche Grenzen hinweg initiiert.

Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen und individuellen Einschätzungen zusammenbringen - das hat sich das Projekt zur Aufgabe gemacht. Nachdem sich wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger für die Teilnahme beworben haben, als Plätze vorhanden waren, starten am Mittwoch, 1. Juni, im jeweiligen Stadtzentrum unter dem Motto "Stuttgart is(s)t vielfältig" neun Kochgruppen das Experiment für ein besseres Miteinander und eine gesellschaftsübergreifende Stadtentwicklung. Immer mittwochs werden sich bis zum 22. Juni alle Gruppen parallel im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Kochrunde bei jeweils einem der 54 Teilnehmerinnen oder Teilnehmer der Gruppen zu Hause treffen. Dabei gilt es, beim gemeinsamen Kochen über den Tellerrand zu schauen und städtische Themen zu diskutieren.

Die jeweils sechsköpfigen moderierten Teams setzen sich aus Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und aus verschiedenen Lebensbereichen zusammen. So nehmen Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und sozialen Milieus an einem Esstisch Platz, um Erfahrungen und Meinungen auszutauschen sowie Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Ziel des Projektes ist es, das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Lebensqualität für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu verbessern. Dies setzt den Austausch von Ansichten und die Entwicklung gemeinsamer Positionen voraus.

Nichts muss, alles kann

Die Gruppen beschäftigen sich mit Themen wie Integration und Zuwanderung, bezahlbarer Wohnraum, öffentlicher Nahverkehr, Zusammenleben von Jung und Alt, Freizeit und Erholung in der Stadt oder ein gesundes urbanes Leben. Bei den jeweiligen Runden gilt es, hierzu eine Vision sowie konkrete Ideen zu entwickeln. Wichtig ist dem Projektteam, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst wenig Regeln an die Hand und somit viel Raum zu geben. Somit gibt es zwar einen roten Faden, aber die einzelnen Abende können so unterschiedlich und individuell ablaufen, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer es sind. Schon der gemeinsame Spaziergang, der im jeweiligen Stadtviertel des Gastgebers unternommen wird, kann für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Beim gemeinsamen Kochen sind spannende Diskussionen zu erwarten.

Über 280 Bewerberinnen und Bewerber haben sich für das Projekt beworben. Bei der Auftaktveranstaltung am 12. Mai haben sich die Teilnehmer zum ersten Mal versammelt, um mehr Informationen zum Ablauf der Kochrunden zu bekommen und sich kennenzulernen. Die Ergebnisse und Ideen der Kochrunden werden bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag, 14. Juli, in der Kulturinsel im Zollamt, Bad Cannstatt, vorgestellt.

Mitmachen auch ohne Kochrunde?

Alle Bewerberinnen und Bewerber, die es nicht in eine der neun offiziellen Gruppen geschafft haben, erhalten beim Stuttgarter Bürgerfrühstück am Samstag, 4. Juni, auf dem Kleinen Schlossplatz die Gelegenheit, mit Unterstützung des Projektteams selbstorganisierte Kochgruppen zu bilden.

Über "Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog"

"Salz & Suppe" ist das Ergebnis des Projektaufrufs "Städtische Energien - Zusammenleben in der Stadt" im November 2014. In diesem Jahr suchte die Nationale Stadtentwicklungspolitik nach beispielhaften Projekten für innovative Formen des Zusammenlebens in Stadt und Quartier mit Impulsen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. "Salz & Suppe - Milieuübergreifender Dialog Stuttgart" wurde als eines von sechzehn Projekten unter bundesweit 250 Bewerbungen ausgewählt und wird bis Ende 2017 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziell zu 50 Prozent gefördert. Die weiteren 50 Prozent werden von der Stadt Stuttgart getragen. Das Projekt wird von einem engagierten, zweiköpfigen Projektteam der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Büro-Netzwerk Studio-Dos aus Stuttgart umgesetzt.

Weitere Informationen unter www.salz-suppe.de.
Pressekontakt: Salz & Suppe - Stuttgart im Dialog, Kerstin Straub, Projektteam - Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 596006-24, Mobil 0163-4607118, presse@salz-suppe.de.