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Schulen fürs Energiesparen ausgezeichnet - Jahresveranstaltung des Projekts "Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen"

08.06.2016 Bildung
Um Schulen beim verantwortungsbewussten Umgang mit Energie und Wasser zu unterstützen, bietet das Amt für Umweltschutz gemeinsam mit dem Schulverwaltungsamt seit sieben Jahren das Projekt LESS (Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen) an. Bei der Jahresveranstaltung im Stuttgarter Rathaus am Mittwoch, 8. Juni, wurden drei Projekte vorgestellt und mit Sonderpreisen ausgezeichnet.

Ziel des Projekts ist es, die Themen Energieeinsparung, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschutz in den Schulen zu verankern. Mit dem Projekt sollen Schüler selbst Energiesparpotenziale entdecken und Maßnahmen entwickeln, um den Energie- und Wasserverbrauch in den Schulen zu reduzieren. Umweltbürgermeister Peter Pätzold: "Wenn es dann noch gelingt, Menschen im schulischen Umfeld auch zum Energiesparen zu motivieren, ist das sehr positiv und trägt als ein Baustein des Energiekonzepts zum Gelingen der Energiewende bei."

Die Maria-Montessori-Schule präsentierte die von Schülerinnen und Schülern gestalteten Postkarten und Poster zur Energie- und CO2-Einsparung. Dann erläuterte die Helene-Fernau-Horn-Schule ihr Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler den Stand-by-Verlust in Klassenzimmern gemessen, ausgewertet und die Erkenntnisse in den einzelnen Klassen vorgetragen haben. Das Neue Gymnasium zielte zum einen auf die Messung von Energieeinsparung im häuslichen Bereich ab und vermittelt zum anderen den Schülerinnen und Schüler genügend Hintergründe, um aktuelle Zeitungsberichte zur Klima- und Energiepolitik zu verstehen. Das Engagement der Schüler und Schülerinnen erhält eine besondere Würdigung und dient den anderen Schulen als Anregung.

586.000 Kilowattstunden Heizenergie eingespart

Im zurückliegenden Auswertungsjahr wurden in den Schulen 586.000 Kilowattstunden Heizenergie eingespart. Dieser Wert entspricht etwa sechs Prozent des Heizenergieverbrauchs der beteiligten Schulen in diesem Zeitraum. Die Stromeinsparung beträgt 107.600 Kilowattstunden (rund sechs Prozent des Verbrauchs) und die CO2-Reduktion insgesamt 276 Tonnen. Dies entspricht einem jährlichen CO2 Ausstoß von etwa 47 Einfamilienhäusern.
 
2015 beschäftigten sich 24 Schulen mit dem Energie- und Wasserverbrauch in ihren Schulen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr durch LESS über 16.000 Euro an die teilnehmenden Schulen ausbezahlt. Die Mittel werden den erfolgreichen Schulen zur freien Verwendung überlassen.
 
Von den 24 Schulen erzielten 17 eine Senkung des Verbrauchs: Die Albschule, das Ferdinand-Porsche-Gymnasium, die Grundschule Obertürkheim, die Helene-Fernau-Horn Schule, die Hohewartschule, das Hölderlingymnasium, die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule, das Königin-Olga-Stift, die Maria-Montessori-Schule, die Max-Eyth-Schule, das Neue Gymnasium, die Realschule Feuerbach, die Rilke-Realschule, die Robert-Bosch-Schule, die Robert-Mayer-Schule, die Uhlandschule und die Wolfbuschschule.

Zusätzlich werden alle Schulen über ein Punktesystem für ihre pädagogischen Aktivitäten bei der Aufklärung über Möglichkeiten zum Energiesparen belohnt.

Etwa zehn Schülerinnen und Schüler je Schule

In den Schulen sind jeweils durchschnittlich zwei bis drei Lehrerinnen oder Lehrer und meist etwa zehn Schülerinnen und Schüler mit dem Projekt betraut. 81 Prozent der Schulen haben die volle Unterstützung der Schulleitung, 90 Prozent die des haustechnischen Dienstes. Zwölf Prozent der Schulen bearbeiten Energiethemen im Rahmen einer AG; 42 Prozent haben jeweils eine Klasse beziehungsweise einen Oberstufenkurs mit dem Thema betraut. Die Etablierung von Energiemanagern in den jeweiligen Schulen (92 Prozent) gehört neben Hinweistafeln zu den häufigsten Aktivitäten.

Mit dem LESS-Projekt soll erreicht werden, dass das in den Schulen eingeübte Alltagsverhalten auch im privaten Umfeld der Schülerinnen und Schüler eingesetzt wird. Gleichzeitig soll das Bewusstsein geweckt werden zu erkennen, dass die auf der Erde vorhandenen Rohstoffe und Energiequellen endlich sind. Dadurch leistet LESS innerhalb und außerhalb der Schulen einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Ein Einstieg weiterer Schulen in das LESS-Projekt ist jederzeit möglich. Dazu können sich die Stuttgarter Schulen an das Amt für Umweltschutz wenden. Ansprechpartnerin: Amt für Umweltschutz, Sandra Langer, Telefon 0711/216-88670.