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Stuttgart für Bundes-Förderprogramm "Masterplan 100 % Klimaschutz" ausgewählt

01.07.2016 Umwelt
Der Gemeinderat hat mit der Verabschiedung des Energiekonzepts am 28. Januar 2016 den Startschuss für die Umsetzung der Energiewende in Stuttgart gegeben. Gemeinsam mit allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern soll der Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 reduziert und der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent erhöht werden. Die Vision für 2050 ist, dass Stuttgart sich zur klimaneutralen Landeshauptstadt entwickelt.

Um diese Veränderung einzuleiten, hat sich die Stadt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) erfolgreich um die Förderung im Programm "Masterplan 100 % Klimaschutz" beworben. Stuttgart ist unter den 22 ausgewählten Städten die einzige in Baden-Württemberg. Unter Federführung des Amts für Umweltschutz wurde ein gemeinschaftlicher Projektantrag mit den Stadtwerken Stuttgart, der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft, dem Energieberatungszentrum und der EnBW eingereicht. Dieser Antrag hat das BMUB überzeugt: Stuttgart zählt zu den ausgewählten Kommunen, die im Rahmen des Programms ab dem 1. Juli für vier Jahre gefördert werden. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sagt: "Das Gemeinschaftsprojekt Energiewende kann schlussendlich nur gelingen, wenn alle mitmachen."

Einbindung aller lokalen Akteure

Das BMUB unterstützt mit dem "Masterplan 100 % Klimaschutz" ausdrücklich Kommunen, die sich der Herausforderung stellen, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren - ausgehend vom Basisjahr 1990. Damit sollen das von der Bundesregierung beschlossene Energiekonzept umgesetzt und die Treibhausgasemission in Deutschland reduziert werden. Im ersten Jahr des Förderprogramms soll der "Masterplan 100 % Klimaschutz" unter Einbindung aller lokalen Akteure der Stadt Stuttgart entwickelt werden. Der Masterplan soll Wege zur Klimaneutralität aufzeigen sowie Strategien und Maßnahmen beschreiben, die bereits in den folgenden drei Projektjahren umgesetzt werden sollen. Außerdem sollen Strukturen geschaffen werden, die den Masterplan-Prozess nach Abschluss der Förderung selbstständig und langfristig zum Erfolg führen.

Als Masterplan-Kommune erhält Stuttgart neben zwei zusätzlichen, auf die Projektlaufzeit befristeten Stellen auch Mittel zur Erarbeitung von Konzepten und Studien. Dadurch können auch die Bürgerinnen und Bürger sowie weitere relevante Beteiligte bei der Entwicklung des Masterplans und insbesondere bei der Umsetzung erster Maßnahmen eingebunden werden.

Ansprechpartner im Amt für Umweltschutz: Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Telefon 216-88666, und Dr. Jürgen Görres, Telefon 216-88668.