Presse
  •  

Bundesumweltministerium fördert Stuttgart als Klimaschutz-Vorreiter

20.07.2016 Umwelt
Stuttgart will bis 2050 eine klimaneutrale Stadt werden. Es soll dann keine Treibhausgasemissionen mehr geben und der Endenergieverbrauch soll sich gegenüber 1990 halbieren. Dafür wird Stuttgart jetzt vom Bundesumweltministerium gefördert. In den kommenden vier Jahren erhält die Stadt insgesamt rund 700.000 Euro. Dies gab die Stadt am Mittwoch, 20. Juli, bekannt.

Mit der Verabschiedung des Energiekonzepts am 28. Januar 2016 hat der Gemeinderat den Startschuss für die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart gegeben. Bis 2020 soll der Energieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 1990 sinken und der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent steigen.
 
Um diese Veränderung einzuleiten, hat sich die Stadt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit um eine Förderung beworben. Unter Federführung des Amts für Umweltschutz wurde ein gemeinschaftlicher Antrag mit den Stadtwerken Stuttgart, der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft, dem Energieberatungszentrum und der EnBW eingereicht.

Unterstützung für die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte zu dem erfolgreichen Projektantrag: "Die Energiewende in Stuttgart ist ein visionäres Projekt. Sie ist ein Beitrag zur Verbesserung der Stuttgarter Luftqualität und unterstützt den globalen Klimaschutz. Für ihren Erfolg müssen wir den Energieverbrauch senken, Energie effizient nutzen und uns mit erneuerbaren Energien versorgen. Die Förderung durch das Bundesumweltministerium hilft uns, die Urbanisierung der Energiewende in Stuttgart voranzutreiben."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte: "Die Vorreiter-Kommunen sind für uns starke Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Sie stellen unter Beweis, dass eine langfristige Entwicklung zu 100 Prozent Klimaschutz machbar ist. Die Kommunen müssen dafür ihre Bürgerinnen und Bürger und die lokalen Unternehmen einbeziehen und mit ihnen an einem Strang ziehen." Die Ministerin sagte weiterhin: "In Stuttgart bestehen große Ambitionen, ein starker politischer Wille und eine breite Akteursbasis zur langfristigen Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Als Masterplan-Kommune wird es Stuttgart nun möglich sein, alle Sektoren genau zu betrachten und die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen."

Insgesamt 12 Millionen Euro für 22 neue Masterplan-Kommunen

Die 22 neuen Masterplan-Kommunen werden über vier Jahre hinweg mit einer Förderung von insgesamt 12 Millionen Euro im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums unterstützt und intensiv begleitet. Mit ihren ambitionierten Klimaschutzzielen sind sie Leuchttürme im kommunalen Klimaschutz.

Mit ihrem Förderantrag haben die Masterplan-Kommunen einen Beschluss ihres höchsten Gremiums vorgelegt, der die Masterplan-Ziele bekräftigt. Herzstück sind die Masterplanmanagerinnen und -manager, die dafür Sorge tragen, dass in der Projektlaufzeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verwaltung Strukturen geschaffen werden, die den Klimaschutz in der Kommune etablieren. Im ersten Projektjahr erstellen die Kommunen einen Masterplan, der ihnen den Weg zum Wechsel von fossilen auf erneuerbare Energien bis 2050 aufzeigt.

Die 21 neuen Masterplan-Kommunen sind neben Stuttgart: Region Flensburg/Amt Eggebek, Landeshauptstadt Kiel, Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Landkreise Hameln-Pyrmont mit Schaumburg und Holzminden, Flecken Steyerberg, Stadt Emden, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Zweckverband Großraum Braunschweig, Landeshauptstadt Potsdam, Landeshauptstadt Magdeburg, Kreis Lippe, Stadt Rietberg, Stadt Beckum, Stadt Münster, Landkreis Gießen, Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen, Landeshauptstadt Mainz, Landkreis Cochem-Zell, Stadt Kaiserslautern, Verbandsgemeinde Birkenfeld, Landkreis Oberallgäu.